Hurtigruten Gruppenreise des Reisebüro Kusch

vom 04. -18.10.2007


 

Donnerstag, 04. 10. 07 – 1. Tag:
- 02.45 Uhr hieß es für mich und meinen Mann aufstehen.
- 04.00 Uhr holte uns unser Sohn ab und brachte uns nach Danndorf zum
   Bushof Müller. Pünktlich fuhr unser Busfahrer Christian Scharf mit uns los.
- 05.30 Uhr Abfahrt vom Aldi-Parkplatz mit einigen Kunden.
- 06.00 Uhr Abfahrt vom Theater-Parkplatz Wolfsburg.
   Unsere Gruppe war jetzt fast vollständig mit 16 Personen. Zwei Gäste sollten
   wir erst in Kiel treffen – Internetkunden aus Köln.
- 11.30 Uhr nach 5,5 Stunden Fahrt inklusive 2 Buspausen kamen wir entspannt in Kiel an
   und trafen auch gleich unsere Kölner. Wir hatten uns vorher per Handy verabredet und
   einen Treffpunkt ausgemacht.
 
   Ich bat meine Gäste noch ein wenig im Bus sitzen zu bleiben, denn draußen war es
   ungemütlich, es nieselte.
   Mein Mann und ich gingen zum Gruppen check in der Color Line.
  
- 13.15 Uhr – wir konnten endlich auf die Fähre. Es ist die Color Magic (getauft am
   15.09.07). Alle sind überrascht, dass wir mit der neuen Fähre fahren dürfen.
   Tolles Schiff. Wir hatten eine 4-Bett-Außenkabine auf Deck 8 mit großem Bullauge.
   Klein, fein und ausreichend. Das viele Gepäck unterzubringen, war gar nicht so einfach.
   Sollte ja auch nur für eine Nacht sein.
 
- 13.30 Uhr – wir erkundeten das riesige Schiff, welches einer einzigen Einkaufsmeile gleicht.
- 14.00 Uhr – wir legten ab. Haben an Deck etwas gefilmt und Fotos gemacht.
- 15.00 Uhr – Kaffeedurst machte sich breit, also hinein in eines der vielen Restaurants.
   2 Tassen Kaffee, 2 Lachsschnitten, 2 kleine Eis und ich war ca. 26,-- € los.
   Auf der Fähre kann man mit Euro oder mit Norwegischen Kronen (NOK) zahlen.
- Weiter ging es auf Erkundungstour übers Schiff. Wir sahen uns das Casino an. Super -
   mehrere so genannte „einarmige Banditen“ zogen mich an. Ich investierte 2,-- €, hatte
   10 Spiele. Immer wieder vielen mehrere 1-Kronen-Stücke aus dem Automaten, aber
   ich spielte weiter, bis ich nichts mehr hatte von den gewonnenen Stücken. Dann hörte ich
   nach gut einer Stunde auf. Ich habe nichts weiter eingesetzt, da ich nicht der „mutige“
   Zocker bin.
- Wir gingen in die Panorama-Bar und tranken ein Bier und führten nette Gespräche mit
   einigen unserer Gäste.
- 19.30 Uhr – Abendessen im Grand-Buffet-Restaurant. Für 26,50 € konnte man essen, was
   man wollte und so viel man wollte. Lecker, lecker, lecker – viel Fisch und alles, was das
   Herz begehrt.
- 21.00 Uhr – Magic Show Lounge: Es gab eine sehr schöne Show, quer durch die Musical-
   Welt.
   Sehr spät gingen wir total müde zu Bett. Es war ein sehr langer Tag.
Freitag, den 05. 10. 07  - 2. Tag
- 09.30 Uhr – Ankunft in Oslo. Schon beim Frühstücken (Fensterplatz) hatten wir tolle
   Landschaftsaussichten.
   Die ganze Nacht hatte es geregnet, dann schien die Sonne.
   Vorm Terminal unser Bus und der Transfer für die Koffer. Wir fuhren zum Bahnhof.
   Der Bahnhof in Oslo ist riesig, der Weg zum Steig 3 sehr lang.
- 10.33 Uhr – Der Zug fuhr pünktlich ab. Wir saßen im Wagen 445, Plätze 53 – 70.
   Es war alles extra für uns reserviert.
  
- 15.30 Uhr passierten wir Finse. Es ist die höchst gelegene Station auf der Strecke nach
   Bergen. Der Bahnhof liegt in 1.222 m Höhe. Den Höchsten Punkt der Strecke hatten wir
   Dann im Finsetunnel. Dieser wurde 1993 eröffnet und liegt 1237 m über dem Meeres-
   spiegel.
   Auf dieser Strecke sahen wir den ersten Schnee. Das Panorama war herrlich, die Sonne
   schien immer noch.
- 17.52 Uhr – Ankunft in Bergen. Ein Busfahrer nahm uns in Empfang. Er hatte ein
   Schild mit der Aufschrift „Reisebüro Kusch“ bei sich, also nicht zu übersehen, dass
   er uns abholen wollte. Unser Gepäck wurde vom Zug zum Bus gebracht. Als alles
   verstaut war, ging es Richtung Schiff, der MS Midnatsol.
- 18.15 Uhr – Ankunft an der MS Midnatsol. Im Terminal Check in, wie auf einem
   Flughafen. Die Koffer sahen wir erst auf dem Schiff vor unserer Kabine wieder.
   Die MS Midnatsol ist gerade mal so lang, wie bei der Color Magic die Einkaufs-
   meile. Wir haben schöne, gemütliche, kleine Kabinen.
   Nach dem Auspacken ging es zum Abendessen. Für unsere Gruppe waren die Tische
   reserviert. Vorher haben wir unsere Kreditkarten einscannen lassen und gleich für die
   gesamte Fahrt ein Wasserpaket für umgerechnet 38,-- € gekauft. Dies ist eine Liter Flasche,
   die ständig mittags und abends nachgefüllt wird – so viel und so oft man möchte.
- 20.15 Uhr – Informationssitzung im Konferenzraum auf Deck 5 – Einweisung in die
   Sicherheitsbestimmungen des Schiffes und anschließend allgemeine Informationen
   zum Ablauf der Reise. Unsere Reiseleiterin an Bord der MS Midnatsol heißt Hild Hagen.
   Sie erstellte auch das tägliche Programm, welches wir schon immer nachmittags am
   Infostand abholen konnten.
  
- 22.30 Uhr – Auslaufen aus Bergen. Toll, es war eine klare, aber ziemlich frische Nacht.
   Wir haben tolle Fotos gemacht. Bis 0.00 Uhr haben wir alle in der Panoramalounge
   Gesessen und die Landschaft genossen.
   Müde gingen wir zu Bett.
Samstag, den 06. 10. 07 – 3. Tag

 

- 1. Nacht an Bord der MS Midnatsol – ich habe schlecht geschlafen, aber das geht mir
   in der ersten Nacht in einem fremden Bett immer so.
   …und es schaukelte schön. Nordsee und norwegisches Meer fließen zusammen.
   Beim Frühstück wurde es wieder ruhiger. Wir haben uns richtig gestärkt.
- 06.00 Uhr passierten wir das südwärts gehende Hurtigruten Schiff MS Vesteralen, da
   schliefen wir aber noch.
- 12.15 Uhr – Stadtführung Alesund , der 1. Ausflug.
   Unser Stadtführer ist ein Deutscher der vor vielen Jahren nach Norwegen ausgewandert ist.  
   Viel ist im Jugendstil erbaut. Alesund ist ein sehr schöner und gepflegter Ort.
   Wir haben viel über Stadtgeschichte und Norwegen erfahren, auch dass es dort kaum
   Arbeitslosigkeit gibt. Im Gegenteil: der Stadtführer meinte, wer arbeiten möchte, braucht
   nur nach Norwegen zu kommen. Handwerker werden hier überall gesucht.
   Wir entschieden uns lieber dafür, Urlaub zu machen.
   Leider hatten wir nicht viel Zeit, denn um 15.00 Uhr fuhr unsere MS Midnatsol schon
   weiter. Die Ausfahrt aus Alesund war sehr schön.
- 17.30 Uhr – Einlaufen in Molde. Man konnte für 45 Minuten das Schiff verlassen.
   Wir beobachteten lieber das Be- und Entladen unseres Schiffes und wunderten uns, über
   die vielen Menschen, die auf der Straße entlang gingen. Wo die wohl alle hin wollen?
   Ein Besatzungsmitglied erzählte uns, dass ein Fußballspiel im Stadion stattfindet und das
   ist wie ein Volksfest für die ganze Familie.
- 18.30 Uhr Abfahrt aus Molde Richtung Kristiansund. Offene See. Beim Abendessen war
   es ein wenig schaukelig. Kein Problem für mich, denn ich hatte meine Akupressurbänder
   um meine Handgelenke.
- 19.30 Uhr passierten wir das südwärts gehende Hurtigrutenschiff MS Nordkapp. Um Fotos
   zu machen, war es einfach zu dunkel.
- 22.00 Uhr – Ankunft Kristiansund. Es regnete und wir gingen nicht von Bord, beobachteten
   lieber wieder das Be-und Entladen. 23.00 Uhr Abfahrt.
   Wir saßen noch mit einigen Gästen von uns in der Bar und gingen gegen 0.30 Uhr zu Bett.
Sonntag, den 07. 10. 07 – 4. Tag

 

- 09.00 Uhr – Anlegen in Trondheim. Trondheim wurde 997 vom Wikingerkönig Olav
   Trygvasson gegründet. Trondheim ist die drittgrößte Stadt Norwegens, mit einer
   Einwohnerzahl von 147.000 Menschen.
   Es kam die Durchsage unserer Reiseleiterin, wir liegen neben dem südwärts gehenden
   Hurtigrutenschiff MS Finnmarken. Wir saßen alle beim Frühstücken und beeilten uns.
   Eigentlich wollte ich mir die MS Finnmarken ansehen, denn man konnte jedes Schiff –
   wenn man Zeit hatte – besichtigen. Leider sahen wir nur noch das Auslaufen der MS
   Finnmarken.
- 10.00 Uhr gingen wir mit einigen Gästen auf eigene Faust in den Ort. Ca. 20 Minuten
   Fußweg zum Ortskern. Schöne Stadt mit einer sehr sehenswerten Kathedrale und einer
   tollen Einkaufsmeile – leider war Sonntag. Unsere Männer freuten sich, denn wir Frauen
   konnten kein Geld ausgeben.
- 11.30 Uhr  - wieder zurück an Bord. 12.00 Uhr - Abfahrt aus Trondheim. Kurz danach
   passierten wir die kleine Mönch Insel.
- 13.00 Uhr – wir gingen zum Mittagessen.
   An diesem Tag sollten wir erraten, wann genau wir am Montagmorgen den Polarkreis
   überqueren. Man konnte sogar eine Reise mit Hurtigruten für 2 Personen gewinnen, also
   machten wir uns an die Arbeit und errechneten anhand unserer Tagespläne, die wir von
   der Reiseleitung hatten, wann etwa wir den Polarkreis überqueren werden. Vorgegebene
   Zeit war zwischen 06.30 und 08.00 Uhr. Es sollte auf Minute und Sekunde genau errechnet
   werden. Wir gaben bei Hild Hagen unseren Tipp ab: 07.20 Uhr – na mal sehen.
- 14.15 Uhr – die See wurde wieder unruhig, ich hoffte nicht lange.
- 14.20 Uhr – wir fahren an einem der schönsten Leuchttürme Norwegens vorbei.
- 15.00 Uhr hatte ich einen Termin bei unserer Reiseleiterin Hild. Wir waren inzwischen per
   „Du“, das ist besser unter Kollegen meinte sie. Ich organisierte bei ihr eine Technikführung
   beim Kapitän auf der Brücke für interessierte Gäste unserer Gruppe für Montag, 11.00 Uhr
   Die See wurde ganz ruhig. Wir passieren Stokksund. Jetzt verstanden wir was gute Navi-
   gationskenntnisse und gute Seekarten ausmachen. Es ist sehr eng zwischen den vielen
   Felsen. Eine gigantische Landschaft, alles scheint für uns sehr gefährlich. Für den
   Kapitän scheinbar kein Problem. Es kommt die Durchsage, dass wir jetzt eine so enge
   Kurve durchfahren, dass der Kapitän ein lautes Signal geben muß, weil man nicht sehen
   kann was uns entgegen kommt. Jetzt geht es hinaus aufs offene Meer.
   Wir haben uns mit einer Tasse leckeren Cappuccino in die Panoramalounge auf Deck 8
   begeben. Der Wind nimmt plötzlich stark zu. Es regnet. Die Wellen werden größer.
   Wir beginnen Folda - eine offene Seestrecke - zu überqueren.
   Es ist wie in einer Achterbahn. Wir hatten unseren Spaß, lachten viel, machten Witze.
   Das erste Geschirr fiel in der Bar. Nach einer halben Stunde war es für mich und viele
   andere Gäste nicht mehr witzig. Ich taumelte in meine Kabine und legte mich hin.
   Armbänder und Reisetablette – nach einer Stunde ging es mir besser und ich konnte
   zum Abendessen gehen. Einige Gäste fehlten. Wir hatten Windstärke 6-7. Gegen 20.00 Uhr
   war die See wieder ruhig.
- 20.30 Uhr kamen wir in Rorvik an. Dort lagen wir neben dem südwärts gehenden
   Hurtigrutenschiff MS Polarlys, die aber eher ablegte als wir. An diesem Abend wollten
   wir unser Skat- und Kniffelturnier austragen, also gingen wir nicht von Bord.
   21.15 Uhr legten wir wieder ab.
 
- Ich lud unsere Gruppe zu 20.30 Uhr zum Turnier ein. Fast alle Gäste meiner Reisegruppe    
   Beteiligten sich, um einen Sieger zu ermitteln. Für den gab es ein „Piccolöchen“ vom 
   Reisebüro Kusch, die ich extra dafür mitgenommen habe.
   0.00 Uhr gingen wir zu Bett.
Montag, den 08. 10. 07 – 5. Tag

 

- 07.14 Uhr – Wir wurden geweckt. Schnell zogen wir uns etwas an und gingen an Deck.
- 07.24 Uhr – Überquerung des nördlichen Polarkreises. Haben Fotos gemacht, denn als
   Symbol ist auf einem Felsen eine beleuchtete Weltkugel aufgestellt.
   Es ist sehr windig und eiskalt. Ich ging lieber unter die Dusche und dann zum Frühstück.
- 08.15 Uhr passierten wir die südwärts gehende Hurtigrute MS Lyngen.
- 11.00 Uhr – Empfang beim Kapitän auf der Brücke. 14 von 18 Personen unserer Gruppe
   waren dabei. Der Kapitän hatte für jeden von uns einen leckeren alkoholfreien Erfrischungs-     
   Cocktail. Uns wurde alles erklärt und wir durften Fotos machen. Jeder bekam eine
   Erinnerungsurkunde. Es war sehr interessant.
   40 Minuten später gab es Mittagessen.
- 12.30 Uhr  - Anlegen in Bodo. 4 unserer Gäste haben sich zur Hochseesafari angemeldet.
   Warm eingepackt gingen Sie von Bord. Der Ausflug mit dem Zodiak (Schlauchboot) wurde
   jedoch abgesagt. Es war zu windig und somit zu gefährlich. Unsere Gäste waren verärgert,
   aber Sicherheit geht nun mal vor.
   Wir laufen zu Fuß in die Stadt. Bodo ist die „Hauptstadt“ im Bezirk Nordland und hat etwa
    43.000 Einwohner. Hier hatte man die Möglichkeit, das Norwegische Luftfahrtmuseum zu
   besichtigen, aber wir wollten die Stadt sehen. Es gibt schönere Städte als Bodo. Wir sind
   etwas enttäuscht. Es ist nicht sehr kalt, aber es bläst ein eisiger Wind. Nach 45 Minuten
   sind wir wieder an Bord unserer MS Midnatsol.
- 15.00 Uhr – Abfahrt von Bodo nach Stamsund. Uns stehen ca. 3 Stunden harte See bevor,
   wir müssen den Vestfjord überqueren. Der Kapitän meint, es könnte wieder Windstärke 7
   oder mehr werden. Ich habe mit meinen Armbändern und Reisetablette vorgesorgt, aber es
   ist nicht so schlimm, wie erwartet.
   Wir sind etwas müde und gehen ein kleines „Nickerchen“ machen. 2 Stunden gut geruht,
   dann Abendessen. Es gab als Vorspeise Fischsuppe – hm … lecker. Habe ich noch nie
   vorher gegessen.
- 19.00 Uhr -  Ankunft Stamsund, 19.30 Uhr Abfahrt von Stamsund nach Svolvaer.
   Wieder schauten wir bei den Ladearbeiten zu. In windes Eile geht das alles von statten.
- 21.00 Uhr  - Ankunft in Svolvaer – Zentrum der Lofoten. Gleich neben dem Schiff
   ist ein Eisskulpturen-Museum mit Bar. Auch wir und unsere Gäste wollten da hinein, aber
   der Eintritt sollte 13,-- € pro Person kosten und wir hatten nur gut 30 Minuten Zeit.
   Wir und die meisten der Gäste beschlossen, uns lieber einen gemütlichen Barabend zu
   machen. Einige wenige Gäste waren im Museum und bekamen sogar einen Schnaps aus
   Eiszapfen. Sie meinten es habe sich trotzdem gelohnt, sich das anzuschauen.
- 22.00 Uhr legte die MS Midnatsol wieder ab. Wir holten uns von der Bar etwas zu trinken,
   gingen in die Panoramalounge. Mit einigen Gästen spielten wir „Kleine Schweinerei“ –
   ein Würfelspiel mit zwei kleinen Gummischweinchen und viel Spaß.
   Der Kapitän beschließt, uns den Trollfjord bei Nacht zu zeigen. Das Wetter ist gut.
   23.30 Uhr - Der Trollfjord bei Nacht unter Scheinwerfern. 1000 m gehen die Felsen rechts
   und links vom Schiff in die Höhe. Es ist unheimlich, als diese mit den großen Schiffs-
   scheinwerfern angestrahlt werden. Keiner sagt mehr ein Wort, alles schweigt und ist
   nur noch beeindruckt. Im Trollfjord dreht der Kapitän das Schiff um seine eigene Achse
   und fährt wieder hinaus. Es fängt an zu schneien.
   Wir beginnen mit der Durchfahrt des Raftsunds. Diese Meerenge ist die Grenze zwischen
   Vesteralen und Lofoten.
   Bis 1.00 Uhr saßen wir noch in der Panoramalounge und gingen dann schlafen.

 

 

Dienstag, den 09. 10. 07 – 6. Tag

 

- 08.00 Uhr wurden wir geweckt. Wir fuhren eben von Harstadt los.
   Nach der Abfahrt konnten wir auf der Backbordseite die Trondenes Kirche sehen.
   Diese Kirche wurde 1250 gebaut und ist die nördlichste mittelalterliche Steinkirche
   Norwegens.
   Beim Blick aus dem Fenster fing ich an zu frösteln. Alles ist weiß. Schnell Duschen und
   ab zum Frühstück. Wir haben eine tolle Landschaft, die aussieht, als seien die Berge mit
   Zuckerwatte überzogen. Die Sonne versucht durch zu scheinen. Es ist ganz klare, herrlich
   kalte Luft.
- 10.00 Uhr -  Polarkreistaufe auf Deck 9: Als Reiseleiter musste ich natürlich auch ran - alles
   freiwillig. Welch ein Spaß. Einen Schnaps gab es für alle getauften und ein Foto mit
   Neptun. Ich war naß bis auf die Unterwäsche – von einer Kelle Eiswasser mit Eiswürfeln,
   die mir in den Nacken gekippt wurde. Ich musste mich komplett umziehen.
   Jeder Reisende erhielt eine Urkunde.
- 11.15 Uhr legten wir in Finnsnes an. Der Himmel ist bedeckt, nur ab und zu kommt die
   Sonne. Die schneeweißen Berge werden angestrahlt. Jeder macht Fotos und ist am Wundern
   über die herrliche Landschaft.
- 11.45 Uhr legten wir ab in Richtung Tromso. Wenige Minuten später fuhren wir unter der
   Gisundbrücke durch, die Norwegens zweitgrößte Insel Senja mit dem Festland verbindet.
  
- 13.00 Uhr stärken wir uns beim Mittagessen, denn 14.30 ist Tromso angesagt. Wir nehmen
   nicht an der Stadtrundfahrt teil, denn wir wollen mit einigen Gästen zur Eismeerkathedrale
   zu Fuß laufen. Warm angezogen machen wir uns auf den Weg. Wir mussten eine 1,2 km
   lange Brücke überqueren. Dort pfiff uns der eisige Wind um die Ohren und wir wurden von
   einem Schneesturm überrascht. An der Kathedrale angekommen sahen wir aus, wie ein paar
   Schneemänner. In der gegenüberliegenden Tankstelle wärmten wir uns bei einer Tasse
   Kaffee auf, denn die Kathedrale machte erst um 16.00 Uhr auf. Ein beeindruckendes Bau-
   werk. Nun ging der Weg zurück im Schneegestöber über die Brücke, zum Einkaufsbummel   in die Stadt. Wir Frauen entdeckten ein Wollgeschäft. Strumpf und Pulloverwolle
   wurde gekauft. An Bord wurde von nun an in jeder freien Minute gestrickt. Eine strickte
   warme Socken, andere einen Schal, Mütze oder ähnliches. Ich einen Pullover.
- 19.45 Uhr ging es erst von Tromso weiter, geplant war 18.30 Uhr. Hier musste sehr viel
   Fracht aufgenommen werden.
- 21.30 Uhr passierten wir das südwärts gehende Hurtigrutenschiff MS Trollfjord, aber ein
   Schneesturm ließ uns keine Fotos machen.
- Wir trafen uns alle in der Bar und spielten Kniffel, Schweinerei und Skat.
   Wir durchfuhren die offene Seestrecke Loppa.  
   Der Seegang wurde immer stärker. 22.30 Uhr gingen wir zu Bett. Ich nahm noch eine
   Tablette gegen Seekrankheit. Es half nicht. Die Einnahme war wahrscheinlich zu spät.
   Die Tüten und die Toilette wurden von mir gepachtet. Meinem Mann ging es gut.
   Ich legte mich ins Bett und versuchte zu schlafen.

 

 

Mittwoch, den 10.10.07 – 7. Tag

 

   Ich konnte kaum schlafen. Wir hatten Windstärke 9. Mir geht es nur noch schlecht.
   Halsschmerzen kommen dazu. An Bord waren 70 % der Leute erkältet. Vorwiegend
   die Amerikaner und Engländer und davon waren viele an Bord.
   Der Seegang ließ nicht nach. Ich quälte mich aus dem Bett und ging duschen.
   Mein Mann musste allein zum Frühstück gehen. Endlich wurde es etwas ruhiger und ich
   ging auch etwas essen. Nur ein wenig Brot und Tee.
- gegen 9.30 Uhr begegnen wir dem südwärts gehenden Hurtigrutenschiff MS Kong
   Harald.
- 11.00 Uhr unser Nordkapausflug wurde abgesagt. Die Straßen waren vereist und der Wind
   zu stark. Wir durften nicht fahren. Wieder einmal war die Sicherheit der Menschen
   wichtiger. Schade. Wir bekamen unser Geld zurück.
- 11.45 Uhr Ankunft in Honigsvag – Mittagessen. Wir gingen von Bord, um frische Luft zu
   Schnappen. Mein Kreislauf ist am Boden, kann mich kaum auf den Füßen halten, alles
   schwankt. Wir gehen zum Nordkapmuseum. Sehr interessant, aber ich musste zurück aufs
   Schiff, wollte mich nur ein wenig hinlegen und verschlief dann den halben Nachmittag..
- 19.15 Uhr – wir passierten Nordkyn, den nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes.
- 19.30 Uhr gingen wir alle zum Abendessen. Der Koch hatte ein Spezialitätenbuffet herge-
   richtet, aber das Restaurant ist im Schiffheck und alles schwankt noch mehr. Essen fällt vom
   Buffet, Teller fallen um, Gäste fehlen. Ich kann nicht registrieren, was es für Leckereien
   gibt. Schnell ein Schnittchen mit Butter und Salz gemacht und wieder ab in meine Koje.
   Hoffentlich wird es bald besser. Wenig später kommt mein Mann und legt sich auch hin.
   Ihm geht es gut.
- Gegen 20.00 Uhr haben wir kurz in Mehamn angelegt, es ist der nördlichste Hafen auf
   dieser Reise.
 
- 22.00 Uhr werden wir wach. Die See ist etwas ruhiger. Wir machen einen Schiffsrundgang.
   Es ist wie auf einem Geisterschiff. Nur zwei Leute begegnen uns. Es ist totenstill, nur
   Geschirr klappert und Gläser klirren. Wände knacken. Es ist einfach unheimlich.
   Unsere Reiseleiterin sitzt noch an ihrem Schreibtisch und wir erzählen mit ihr ein
   wenig. Sie sagte uns, dass schon 2 Häfen wegen des Seegangs nicht angelaufen werden
   konnten und selbst zwei von den neuen Crewmitgliedern seekrank sind.
   Wir haben Windstärke 9, aber es wird gleich ruhiger sagt sie, nur die Nacht kann es noch
   einmal für 20 Minuten schlimmer werden. Im Bistro trinken wir noch einen Kaffee und
   gehen dann wieder zu Bett. Es ist 23.15 Uhr.
Donnerstag, den 11.10.07 – 8. Tag

 

   Die Nacht habe ich gut geschlafen trotz Seegang. Mir ging es endlich besser und ich
   freute mich aufs Frühstück.
- 10.00 Uhr – Ankunft Kirkenes bei 0 Grad. Wir fahren mit dem Bus in die Stadt.
   Machten einen kleinen Stadtbummel. Die frische Luft tut gut. Die Sonne schien, das Wetter
   war einfach herrlich. Der Sturm ist schon fast vergessen.
   Haben uns im Supermarkt mal die Preise angesehen – ähnlich wie bei uns in Deutschland.
   Sind zurück zum Schiff gelaufen – ca. 20 Minuten. Kirkenes ist ein kleines gemütliches
   Städtchen mit hübschen Häusern und ca. 5.000 Einwohnern.
   Einige unserer Gäste haben einen Ausflug an die Russische Grenze gemacht, die ist nur
   10 km entfernt.
   Hier haben viele Menschen, die nur die nordwärts gehende Route gemacht haben, das
   Schiff verlassen und sind von hieraus in ihre Heimatorte zurück geflogen.
- 12.45 Uhr legen wir wieder ab.  Zeit zum Mittagessen und Ruhe genießen.
- 16.00 Uhr Ankunft in Vardo, die östlichste Stadt Norwegens. Sie liegt auf der Insel   
   Vardoya und ist durch einen unterseeischen Tunnel mit dem Festland verbunden. In Vardo 
   konnte man die Festung Vardohus aus dem Jahre 1737 besuchen. Vom Schiff aus sind es ca.  
   5 Gehminuten und der Eintritt kostet 40 NOK.
  
- 17.00 Uhr Abfahrt. Die See wird wieder ganz rau. Sturm und Schnee pfeifen über unsere
   MS Midnatsol hinweg. Viele Gäste legen sich in ihr Bett, wir auch, denn nur so ist es gut
   zu ertragen. Fast hätten wir das Abendessen um 19.00 Uhr verschlafen. Wir gingen etwas
   später. Man gut auch, denn es wurde wieder ruhiger.
 
- Um 20.00 Uhr legten wir in Batsfjord an. Die Bordreiseleitung informiert uns, dass wir mit
   ca. zwei Stunden Verspätung abfahren werden. Unser Schiff hat Maschinenschaden.
   22.00 Uhr ist alles behoben und wir können ablegen. Um die Zeit einzuholen, lässt der
   Kapitän einige Häfen aus. Der Seegang wird wieder stärker und wir gehen zu Bett.
   Dann kam eine Durchsage vom Kapitän, die wir kaum glauben konnten: „Wir sind auf
   offener See und werden ca. für 8 Stunden Windstärke 10 haben mit 7 m hohen Wellen.“
   Es wurde Windstärke 11 mit bis zu 8 m hohen Wellen.
Freitag, den 12. 10. 07 – 9. Tag

 

In dieser Nacht hat wohl niemand geschlafen. Es war die Hölle, aber die MS Midnatsol ist ein sehr stabiles und sicheres Schiff und wir haben es alle „überlebt“. Wir wohnten auf Deck 6, selbst dort platschten die Wellen ans Bullauge.
- 7.45 Uhr Ankuft in Honnigsvog. Das war eine gute Gelegenheit zum Duschen und Früh-
   stücken, so lang es ruhig war, denn wir haben noch ein kurzes Stück offene See mit  Wind-
   stärke 8 – 9 vor uns. Ich gehe wieder in meine Koje. Den ganzen Vormittag habe ich ver-
   schlafen.
- 12.30 Uhr Mittagessen. Die See ist wieder ruhiger.
   Wir legten in Hammerfest an. 1 Stunde Aufenthalt. Von Bord gingen wir nicht. Wir bleiben
   auf  Deck 6 und umrunden mehrfach an der frischen Luft das Schiff. Es schneite sehr stark.
   Hammerfest ist die nördlichste Stadt der Welt auf 70°39’’48’N. In Hammerfest kann man
   das Museum des Eisbärenklubs, die nördlichste katholische Kirche der Welt, oder das
   Museum des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg besuchen.
- 13.30 Uhr legten wir ab. Der Kapitän ließ den Hafen Oksfjord aus. Die Zeit der Reparatur
   mußte eingeholt werden. Viele Gäste holten den Schlaf der letzten Nacht nach.
   Wir Frauen saßen mit unserem Strickzeug auf „unserem“ großen halbrunden knallroten
   Sofa im Barbereich (mittschiffs). Das ist unsere Lieblingsecke bei Seegang. Hier kann man
   es ertragen.
-  19.00 Uhr Abendessen. Später begegnet uns die nordwärts gehende Hurtigrute MS
    Finnmarken.
- Wir treffen uns mit einigen Gästen in der Bar zum Kniffeln und Rommee spielen.
- 22.15 Uhr kam eine Durchsage, auf die alle lange gewartet und gehofft haben:
   Polarlichter in Sicht – Steuerbordseite. Wir ließen alles fallen, Jacken holen und
   an Deck! Wer weiß, wie lange das Schauspiel zu sehen ist. Wolken verdeckten den
   Himmel. Zwischen den Wolkenlücken aber konnten wir es sehen, erst etwas rötlich,
   dann bläulich grün. Immer stärker wurden die Lichter. Einfach toll. Leider war es für
   unsere Kamera nicht möglich dieses Naturschauspiel einzufangen. Schade.
   Eine Stunde später gingen wir zu Bett.
   Irgendwann in der Nacht legten wir noch einmal in Tromso an.
Sonnabend, den 13. 10. 07 – 10. Tag

 

In dieser Nacht schliefen wir richtig gut. 07.30 Uhr standen wir auf, 08.00 Uhr Ankunft in Harstad. Wir gingen an Deck und genießen die klare Luft bei 4 Grad. Alles ist weiß. Die Sonne kommt raus, die Landschaft ist traumhaft schön.
Einige Gäste von uns machen einen Ausflug und kommen erst in Sortland wieder an Bord.
Wir begaben uns zur Panoramalounge und genossen die herrliche Aussicht.
Mittags durchfuhren wir Risoyrenna, einen 4,5 km langen künstlich angelegten Kanal. Dieser wurde von König Haakon VII 1922 eingeweiht.
Hier muß der Kapitän per Hand das Schiff steuern und hat wirklich nur eine handbreit Wasser unter dem Kiel. Die MS Midnatsol hat einen Tiefgang von 5,10 m und der Kanal ist nur 6 m tief – das konnten wir beim Kapitän in Erfahrung bringen.
Gegen 13.30 Uhr nahmen wir unsere Ausflugsgäste in Sortland wieder an Bord. Alle sind  vom Ausflug und der herrlichen Landschaft begeistert.
- 15.00 Uhr Ankunft in Stokmarknes. Leider hatten wir nur eine halbe Stunde Zeit. Hier gibt
   es ein sehr schönes Hurtigruten Museum. Einige Gäste liefen schnell mal dort hindurch,
   aber sie sagen, man bräuchte einen halben Tag dafür.
   Wir fuhren weiter, denn wir lagen immer noch 1 Stunde im Rückstand.
   Etwa 45 Min. nach der Abfahrt Durchfahrt des Raftsunds. Die Berge werden höher, die
  Durchfahrten enger. Das Wetter ist gut. Der Kapitän beschließt uns den Trollfjord in der
  Dämmerung zu zeigen und fährt hinein. Beeindruckend, einfach schön. Bei Nacht war es
  unheimlich, bei Tageslicht gigantisch. Wir haben viele Fotos gemacht. Es fing wieder an zu
  schneien.
- 19.00 Uhr Abendessen. Danach  hatte ich wieder Turniere angesetzt. Die „Spielwut“ war
   ausgebrochen. Es wurde Skat, Rommee, Kniffel und Schweinerei gespielt.
   Wieder hatte ich pro Tisch 1 Piccolöchen für den Gewinner ausgesetzt.
- 22.30 Uhr fuhren wir wieder auf offene See und wieder hatten wir Windstärke 7 – 8.
   4 Stunden wackeln stand uns wieder bevor, bis wir in Bodo ankamen.
Sonntag, den 14. 10. 07 – 11. Tag

 

- 08.30 Uhr standen wir auf, duschen, Haare waschen, frühstücken.
   Mir ging es wieder besser.
- 10.12 Uhr überquerten wir wieder den Polarkreis in südlicher Richtung, aber es war
   nebelig und die Sicht schlecht. Die Weltkugel konnten wir gut sehen, aber den Berg
   Pferdmann leider nicht.
   Wir machten noch einige Fotos bevor es an das Kofferpacken ging.
- Während der Mittagszeit kamen wir in Sandnessjoen an. Wir legten mitten im Ort an
   und hätten gern einen Spaziergang gemacht, aber es regnete sehr stark und kaum jemand
   ging von Bord.
   Wir machten es uns bei einer Tasse Capuccino in der Bar mit einigen unserer Gäste
   gemütlich. Herr Peters aus unserer Gruppe kann pokern und gab uns eine Einweisung
   in dieses Spiel. Schnell hatte einige das Pokerfieber gepackt.
- Gegen 14.30 Uhr fuhren wir am Gebirgszug „Die sieben Schwestern“ vorbei. Leider
   war es so neblig, dass man sie nicht erkennen konnte. Die Bergspitzen sind 902 - 1106 m
   hoch, man kennt sie aus der Volksliteratur dieser Gegend.
- ca. 18.00 Uhr passierten wir den Torghatten. Bei gutem Wetter kann man das Loch durch     
  den Berg Torghatten sehen. Das Loch ist 160 m tief, 35 m hoch und 15 m breit. Der Nebel
  versperrte uns die Sicht.
- 20.40 Uhr Ankunft in Rorvik, man konnte mit einem lokalen Reiseführer zum Küsten-
   Kulturzentrum, oder dem alten Kaufmannshaus gehen. Es ist wirklich sehenswert und nur
   5 Gehminuten vom Hafen entfernt.
   Wir zogen es vor, auf die nordwärts gehende Hurtigrute MS Richard With zu warten. Sie
   legte 15 min nach uns an und wir konnten das Schiff besichtigen. Es ist 10 Jahre älter als
   unsere MS Midnatsol und strahlt eine „plüschige“ Gemütlichkeit aus. Wir haben einige
   Fotos gemacht. Es ist ein sehr schönes Schiff.
- 21.40 Uhr legten wir wieder ab. Wir verabredeten uns mit unseren Gästen in der Bar um
   noch ein Gläschen zu trinken und uns von dieser schönen Seereise zu verabschieden.

 

 

Montag, den 15.10.07 – 12. Tag

 

- 06.30 Uhr Treffpunkt Deck 4 zur Entgegennahme der Gepäckstücke, anschließend
   Frühstück.
- 07.00 Uhr Ankunft Trondheim.
- 07.15 Uhr unser LKW für den Gepäcktransfer ist da, 07.30 Uhr kam unser Bus, der uns zum
   Bahnhof brachte. Wir mussten uns durchfragen, von wo wir abfahren sollten. Unseren Zug
   fanden wir schnell, aber unser Waggon war nicht da. Unser Gepäck kam schon und wurde
   verladen. Unruhe machte sich breit. Ich fragte nach. Es war unser Zug und die noch
   fehlenden Waggons wurden später angehängt.
- 08.25 Uhr fuhr unser Zug in Trondheim ab, Richtung Oslo.
   Wir durchfuhren unzählige Tunnel und eine herrliche Landschaft mit vielen großen
   Bergseen. Alles war total schön und eine ganz andere Landschaft als mit der Bergen-
   Bahn von Oslo nach Bergen. Vom Zug aus haben wir sogar einen Elch gesehen.
   Das Wetter war toll, die Sonne schien.
- Pünktlich um 15.13 Uhr kamen wir in Oslo an. Ich kümmerte mich noch schnell um unser
  Gepäck. Diesmal klappte auch alles reibungslos. Das Gepäck wurde vom Zug zum Hotel
  gebracht.  Wir gingen alle zu Fuß, denn schnell waren wir im Hotel Radisson SAS Plaza.
  Als ich mit dem Einchecken fertig war, war unser Gepäck auch schon da.
  Wir hatten eines der besten Hotels am Platz, mit 36 Stockwerken eines der höchsten.
   Tolle Zimmer, im 34. Stock ein super Restaurant und eine Bar mit Blick auf Oslo. Im
   35. Stock ein Schwimmbad mit Fitnessraum.
   Das Hotel ist ein klasse Ausgangspunkt zum Shoppen. Gleich vor der Tür mehrere große
   Einkaufszentren, sogar einen LIDL-Markt haben wir entdeckt.
   Am Abend noch ein gemütliches Bierchen und einen leckeren Cocktail in der höchsten
   Bar Oslos und dann ab ins Bett.
Dienstag, den 16.10.07 – 13. Tag

 

Gut geschlafen ging es unter die Dusche und dann zum Frühstück. Lecker.
10.00 Uhr ist für unsere Gruppe eine Stadtrundfahrt organisiert. Ein schöner kleiner
Bus wurde für uns bereitgestellt und eine nette Stadtführerin zeigte uns Oslo.
In dieser Stadt trifft man alle Nationen an. Margaret erzählte uns, dass hier 80 %
Moslems leben und dass Oslo eines der teuersten Städte Europas ist.
Oslo hat hervorragende Sehenswürdigkeiten, so haben wir den Skulpturenpark besichtigt,
waren an der Holmenkollenschanze, die jetzt abgerissen und neu aufgebaut wird. Sie
entspricht nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen.
Im Wickingermuseum waren wir auch. Wenn man bedenkt mit was für winzige Schiffe die die Welt umsegelt haben – wir dachten gleich alle an unsere Sturmnacht mit Windstärke 11 und keiner konnte und wollte sich vorstellen, wie es damals war.
Nach dieser sehr interessanten Stadtrundfahrt hatten wir eine gute Orientierung und konnten uns selbst noch mal auf die Socken machen. Wir gingen auf Shoppingtour. Gegen 16.30 Uhr waren wir wieder im Hotel und fuhren mit dem Glasfahrstuhl zum Schwimmbad in den 35. Stock.
Am Abend trafen wir uns mit einigen Gästen in der Hotelbar um einen Abschiedsdrink zu uns zu nehmen, dann hieß es Koffer packen und ab ins Bett.
Mittwoch, den 17. 10. 07 – 14. Tag
Wir dachten, wir können ausschlafen, denn wir müssen erst um 12.00 Uhr aus unseren Zimmern. 12.30 Uhr sollten wir zur Fähre abgeholt werden.
Um 07.30 Uhr ging unser Fernseher ganz von allein an. Eine dringende Information an alle Gäste: Ganz Oslo hat verseuchtes Trinkwasser, wir sollen es nicht trinken und uns auch keine
Zähne damit putzen. Zum Glück hatten wir noch Mineralwasser aus der Flasche. Auch beim
Frühstück gab es nur Saft, keinen Kaffee. Alle waren aufgeregt. Es ist aber nichts passiert.
- 12.30 Uhr kam pünktlich unser Bus
- 12.50 Uhr Check in Color Magic
- 14.00 Uhr Abfahrt. Vom Sonnendeck aus hatten wir eine super Aussicht auf Oslo.
   Diesmal hatten wir eine schöne Doppelbettkabine. Das Bullauge war fast so groß, wie die
   Kabine breit war.
   Wir schlenderten durchs Schiff, gingen etwas essen, danach ins Casino. Nachdem ich 5,-- €
   verzockt hatte, verließen wir es wieder. Zur Spätvorstellung waren wir im Theater. Tolle
   Show, einfach klasse.
Donnerstag, den 18.10.07 – 15. Tag

 

- 07.00 Uhr standen wir auf, duschten schnell, packten unsere Sachen zusammen und freuten
   uns auf das Frühstück. Wir sehen schon Land die Kieler Förde ist in Sicht.
- 09.20 Uhr legten wir an. Unser Bus mit Fahrer Christian ist schon da.
   Wir verabschieden uns von unseren netten Urlaubsbekannten und von unseren Kölner
   Gästen, die hier bereits ihre Reise beendeten.
   Dann traten wir die Heimfahrt an.
   Im Bus gab einer unserer Gäste noch einen aus und wir kamen alle in den Genuß vom
   bekannten Aquavit – ein guter Weinbrand.
Fazit dieser Reise:
Es war eine fantastische Kombination aus Fähre, Bahn, Hurtigruten-Schiff (auch Postschiff genannt) und Städtetour. Wunderschöne Landschaften, schroffe Felsen, einsamen Dörfer und sehr nette Menschen haben wir kennen gelernt.
Die stürmischen Überfahrten haben wir fast schon vergessen, wir erinnern uns an die schönen Dinge dieser Reise. Und man kann wirklich sagen:
Hurtigruten: „Die schönste Seereise der Welt“.
Mein Mann und ich würden diese Reise jederzeit wieder machen, vielleicht auch einmal zu einer anderen Jahreszeit, in der man dann statt Nordlichter die Mitternachtssonne erleben kann.

Ich bedanke mich bei allen meinen mitgereisten Gästen, die ich als Reiseleiter betreuen durfte.

25.10.2007

Monika Gille - Reisebüro Kusch