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Reisebericht: AIDA vita Karibik

vom 08.12.06 bis zum 15.12.06

 

08.12.06 - Düsseldorf

Mein Mann Stefan und ich gönnen uns mal eine Woche Auszeit auf der AIDA vita und freuen uns schon riesig. Unsere Reise beginnt eigentlich schon am 07.12.06 wir fahren mit der Bahn von Wolfsburg direkt zum Flughafen Düsseldorf und übernachten dort im Sheraton Hotel gegenüber des Flughafens. Am Freitag starten wir dann mit der LTU mit einer Stunde Verspätung Richtung Dominikanische Republik. Unser Pilot gibt Gas und nach 9 Stunden landen wir in La Romana, dort erwartet uns 30Grad und strahlender Sonnenschein. Die Busse, die uns zur AIDA bringen, stehen unmittelbar neben der Maschine und wir können gleich ohne jegliche Formalitäten einsteigen. Das Gepäck geht gleich in Container und wird separat zur AIDA gebracht. Auf dem kurzen Weg zur AIDA bekommen wir einen kleinen Einblick in die Insel. Zwei Drittel der Insel Hisponiola gehören zur Dom. Rep. und ein Drittel zu Haiti. Die Landschaft ist waldreich und bergig mit fruchtbaren Tälern und Ebenen. An den Küsten im Norden, Südosten und Osten liegen ausgezeichnete Strände, die teilweise von Bergen umgeben sind. LA Romana ist die drittgrößte Stadt der Dom Rep. Nach 10 Minuten sehen wir unsere AIDA vita vor uns liegen, endlich. Das einchecken geht sehr schnell so das wir um 17:30 Ortszeit, wir haben 5 Stunden Zeitverschiebung, unsere Kabine beziehen können. Eigentlich hatten wir uns unterwegs überlegt an Bord noch auf eine Balkonkabine umzubuchen, leider ist alles ausgebucht, was uns wieder einmal sagt so etwas gleich zu hause zu erledigen. Aber unsere Aussenkabine ist auch sehr schön. Die Koffer sind noch nicht da also gehen wir erst einmal hinten in das Calipso Restaurant, das Restaurant hat zwar noch geschlossen aber wir sitzen so gern dort draußen und über das Pooldeck kommt man dort auch hin wenn das Restaurant geschlossen hat. Um 18:00 geht die Sonne unter und dieses herrliche Naturschauspiel genießen wir mit einem kühlen Getränk und freuen uns endlich auf der AIDA zu sein. Um 18:30 öffnen die Restaurants und wir gehen zum ersten mal auf dieser Reise schlemmen. Als die AIDA um 20:00 ausläuft gehen wir auf das Pooldeck. Es gibt nichts schöneres als beim Auslaufen mit einem Cocktail in der Hand und einem geliebten Menschen an der Reeling zu stehen, Sail away in Hintergrund ,die Auslaufmelodie der AIDA, und das Schiff entfernt sich ganz langsam vom Kai. Die Poolparty lassen wir sausen denn die Zeitverschiebung macht sich doch ganz schön bemerkbar.


09.12.06 - Seetag

Diesen Tag wollen wir nur faulenzen, nach dem Frühstück geht es mit einem Buch an den Pool. Dezember ist Regenzeit daran sollten wir nicht nur heute erinnert werden, aber wir stellten sehr schnell fest das es sehr angenehm ist ab und zu eine Abkühlung von oben zu bekommen, denn wir bekamen im laufe des Tages so an die 30 Grad. Heute sind wir wirklich sehr faul ausser der obligatorischen Seenotrettungsübung und Essen haben wir gar nichts getan und mein schlechtes Gewissen war recht groß, es hielt mich beim Abendessen aber nicht davon ab die leckeren Bananenstücke mit Schokosoße (die gibt es übrigens bei dieser Reise zu jedem Abendessen) und dazu zartschmelzendes Schokoladeneis zu verputzen. Ich nehme mir vor morgen nur Salat zu essen.


10.12.06 - Tortola

Um 7:00 erleben wir eine sehr schöne Hafeneinfahrt herrliche grüne Berge ragen empor und uns wird sehr schnell klar das dies keine arme Insel ist. In der nordöstlichen „Ecke“ der Karibik befinden sich die British Virgin ‚Islands, bestehend aus einer Gruppe von 50 Inseln, von denn nur vier eine signifikante Größe haben. Die gesamte Inselfläche beträgt nur 153km². Die Entfernung zum Festland Puerto Rico beträgt 80 Kilometer, die nächste Insel der US Virgin Islands ist gerade einmal anderthalb Kilometer entfernt. Tortola ist die größte Insel der British Virgin Island mit ca 16.000 Einwohnern. Eine weitere große Insel ist Virgin Gorda, sie liegt nur acht Kilometer östlich von Tortola und wird von 3000 Menschen bewohnt. Auf etwa einem weiteren Dutzend der Inseln gibt es kleine Siedlungen und Weiler, der Rest ist unbewohnt. Die AIDA legt um 8:00 in Road Town an, dies ist die Hauptstadt Tortolas und die einzige Stadt überhaupt, die mit gerade einmal 5000 Einwohnern selbst für karibische Verhältnisse klein ausfällt. Die Stadt befindet sich an der Südküste Tortolas, fast genau in der Mitte der Insel. Mit einem fahren wir zum Fähranleger nach Peter Island. Wir hatten Glück die Fähre wollte gerade ablegen, die nächste fährt eine Stunde später. Nach einer 30 minütigen, rasanten Fahrt landen wir im Paradies, anders kann ich dieses Stückchen Erde nicht beschreiben. Kristallklares Wasser herrlicher Sandstrand mit Palmen zwischen denen vereinzelt Hängematten hängen. Wir sind fasst allein hier nur eine handvoll Crewmitglieder von der Aida kennen noch diesen herrlichen Platz. Ein kleines Restaurant am Strand bietet leckere Köstlichkeiten, allerdings zu weniger paradiesischen Preisen, aber der Cesar Salat ist super lecker. Mit der letzen Fähre fahren wir wieder zurück nach Road Town. Auf der Fahrt von dem Fähranläger zur Aida kamen wir an überdimensionale Schneekugeln vorbei auf denen stand „Let´s Snow“ ein komisches Gefühl alles weihnachtlich geschmückt zu sehen und draußen 30 Grad. Ich würde gern nach einem Porzelanweihnachtsmann für meine Mutter gucken, denn sie sammelt aus allen Ländern ausgefallene Weihnachtsmänner. Aber Stefan wollte von Shoppen nichts hören und meinte wir haben noch genügend Inseln.


11.12.06 - St. Maarten

heute läuft die Aida die kleine Karibikinsel St. Maarten an, sie hat zwei Hauptstädte, ebenso wie sie zwei Staaten auf einer Fläche von kaum mehr als 90 km² vereint. Das Königreich der Niederlande und Frankreich teilen sich St. Maarten oder St. Martin und so ist die Insel der einzige Ort der Welt, der eine niederländische/französische Grenze hat. St. Maarten gehört zur Gruppe der Inseln über dem Wind und liegt 150 Meilen südöstlich von Puerto Rico. Sie ist rund 15 Kilometer breit und 13 Kilometer lang. Im südlichen Teil St. Maarten leben etwa 41.000 Menschen, im nördlichen St. Martin etwa 36.000. Hauptstadt des französischen Teils ist Marigot und des niederländischen Philipsburg. Bei strahlend blauen Himmel liegt die Aida liegt vor Philipsburg auf Reede. Drei andere Kreuzfahrtschiffe liegen schon an der Pier, die Constellation, die Lirica, ein Royal Caribbean und ein Holland American, von der Aida können wir nur die Schornsteine sehen anhand der wir die Reederei erkennen. Wir müssen also tendern weil wir als letztes einliefen, das war aber ganz gut so denn die Tenderboote legten sehr zentral an. Gleich neben der Anlegestelle fing links ein schöner Sandstrand an, hier laden Liegen und Sonnenschirme bei 27 Grad warmen Wasser zum verweilen ein. Auch für Wassersport ist gesorgt. Aber wir wollen erst einmal bummeln gehen die Promenade ist gleich hinter dem Strand. Dadurch das St. Maarten keine Mehrwertsteuer hat, nutzen viele Besucher den Ausflug um die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Wir bummeln durch das weihnachtlich geschmückte Pilipsburg. Hier gibt es Schmuckgeschäft neben dem anderen, so etwas habe ich auch nicht gesehen. Aber leider keine Weihnachtsmänner. Mit dem Bus fahren wir für $ 1,50 nach Marigot. Aber irgendwie sind wir ein bisschen enttäuscht denn von dem französischen Flair, von dem immer geschwärmt wird, haben nicht viel erlebt. Nachdem wir ein durch Marigot gelaufen sind fahren wir mit dem Bus wieder zurück nach Pilipsburg und legen uns dort an den Strand, nehmen ein erfrischendes Bad im Meer bevor wir mit dem letzten Tender wieder an Bord der Aida gehen. Heute abend genießen wir italienische Spezialitäten im Markt Restaurant. Ich mag den hinteren Teil des Restaurants hier steht ein Brunnen in der Mitte und ich habe das Gefühl wirklich im Süden auf einem Marktplatz zu sitzen.


12.12.06 - Dominica

Heute liegt die Aida vor Dominica. Zwei Inselgruppen bilden den östlichen Bogen der Kleinen Antillen, die Leeward-Inseln im Norden und unterhalb von ihnen die Windward-Inslen. Dominica liegt genau in der Mitte, auf halben Weg zwischen dem französischen Übersee-Departement Guadelupe im Norden und Martinique im Süden. Die Insel zählt zu den ursprünglichsten und wildesten der Antillen. Rund 300 Flüsse und Gebirgsbäche durchziehen die nur 750km² kleine Insel, die 46 Kilometer in der Länge und lediglich 25 Kilometer in der Breite misst. Mit etwas Phantasie sieht die Insel aus wie eine Schildkröte, die zwar einen Kopf aber keine Beine hat. Im Inneren ist sie gebirgig und von dichtem Urwald bedeckt. Die Behörden betiteln ihre kleine Insel als“ the Nature Island of Caribbean“ nicht zuletzt um ein Verwechslung mit der Dominikanischen Republik zu vermeiden. Und wirklich Dominica bietet die spektakulärsten Momente der ganzen Karibikwelt, sowohl über als auch unter Wasser. Die Wasserwelt ist so gut wie unberührt und der dichte Urwald lässt Touren jeder Länge zu, vorbei an Wasserfällen, Flüssen, Bächen, Seen, heissen Quellen und Vulkanen. Zudem beheimatet die Insel eine faszinierende Vogelwelt, in der 175 verschiedene Arten leben. Wir haben heute einen Abenteuerausflug namens „Canupy“ über die Aida gebucht.

Mit 2 Kleinbussen geht es direkt in den Regenwald uns begleitet ein sehr netten Aida Scout, der uns unterwegs sehr viel über die Insel erzählt, im Regenwald halten wir kurz an und pflücken eine Kakaofrucht. Diese hat eine Ähnlichkeit mit einer Kokosnuss und deren Schale ist nur gewaltsam zu öffnen. Die Kakaobohne sieht aus wie eine schleimige Litschi und hatte einen Geschmack wie ein aufgeweichtes Gummibärchen. Das ganze hatte, irgendwie überhaupt nichts was mich an eine leckere Schokolade erinnert. Nach einer Fahrt von 30 Minuten sind wir im Adventure Park, dort werden wir erst einmal mit Helm, Handschuhe und Geschirr, wie bei einem Bergsteiger, ausgestattet. Nach einer kurzen Einweisung ging es über eine Leiter in 8 Meter Höhe auf eine Plattform. In dieser Höhe verlief der ganze Parcour wir hangeln uns über Seile oder abenteuerliche Hängebrücken von Baum zu Baum. Irgendwann kamen wir an eine Stelle wo wir uns entscheiden müssen welchen Weg wir jetzt einschlägt entweder die Hindernisse die wir schon kennen oder einen „Tarzansprung“, hier lässt man sich an einem Seil vom Plato fallen und versucht das Netz am gegenüberliegenden Teil zu ergreifen. Ich habe mir gedacht, wenn ich es bis hierher geschafft habe dann schaffe ich den Tarzansprung auch. Als ich oben vor dem Sprung stand war ich mir allerdings nicht mehr so ganz sicher. Die beiden Teilnehmer vor mir haben es nicht geschafft das Netz zu ergreifen und ließen sich abseilen. Diese Blöße wollte ich mir nicht geben. Also Augen zu und durch. Stefan und ich haben es geschafft. Allerdings waren wir auch heil froh als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Ich war richtig kaputt, aber es hat riesigen Spaß gemacht. Den Ausflug von der Aida kann ich empfehlen. Nachdem wir mit dem Kleinbus wieder bei der Aida ankamen konnten wir einen wunderschönen Regenbogen bewundern. Die Aida bekam gerade eine riesige Ladung Bananen und ich sah diese schon mit leckerer Schokosoße und Eis auf meinem Teller. Aber wir haben uns am Abend im Rossini zu einem 11 gängigen Candle Light Dinner angemeldet. Ein schlechtes Gewissen brauchen wir heute nicht zu haben. Das Menue ist sehr lecker und wir hatten wirklich einen schönen Abend, zum Nachtisch gab es hier zwar nicht die Schokobananen dafür aber super leckere gebackene Schokoflocken an Erdbeercarpaccio, den hätte ich am liebsten zweimal bestellt. Müde und satt von diesem ereignisreichen Tag gehen wir auf unsere Kabine.


13.12.06 - St.Lucia

heute legt die Aida in Castries die Hauptstadt von St. Lucia an. Nach dem Frühstück gehen wir von Bord uns schnappen uns ein Taxifahrer der uns in einer zweistündigen Fahrt die Insel zeigt. St. Lucia gehört zu den wahren Trauminseln in der Karibik. Eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten warten nur darauf, entdeckt zu werden – farbenfrohe Fischerdörfer, versteckt gelegene Strände, großartige Regenwälder und eine üppige exotische Blütenpracht rundum. Die Landschaft nimmt einem schon beim ersten Anblick den Atem. Blendend schöne Strände sind eingerahmt von einem Flickenteppich in allen möglichen Grünschattierungen; da sind die Felder voller tropischer Früchte und die felsigen Dschungel mit wilden Orchideen. Und jede Mengen Paradiesvogel-Blumen. An einem besonders schönen Aussichtspunkt machen wir einen Fotostop von hier aus können wir die Aida und die Serenade of the seas in der Bucht liegen sehen. Als wir an einer riesigen Bananenplantage vorbeikommen erklärte uns der Taxifahrer das die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner das Exportieren von Bananen nach Groß Britannien ist. Als wir an einem Aussichtspunkt kamen von wo aus wir einen guten Blick auf den berühmten Marigot Beach hatten, beschließen wir hier baden zu gehen. Mit unserem netten Taxifahrer machten wir einen Zeitpunkt aus, um uns wieder zur Aida zu fahren. Mit einer kleinen Fähre setzen wir zu dem kleinen Strand über, der durch den Film Dr. Doolitle bekannt wurde. Es ist herrlich, der Strand ist nicht so schön wie auf Peter Island aber der herrliche Blick, alles grün viele Palmen nicht am Strand auch die Hänge ringsumher und das kleine Restaurant was wunderschön in die Landschaft gebaut wurde hatte schon etwas unwirkliches. Ich konnte mich gar nicht sehen. Die Erfahrung einen kräftigen Tropenschauer im Meer zu erleben hatte auch etwas. Um vier Uhr lassen wir uns von dem Taxifahrer zur Aida fahren. Leider ist heute Nationalfeiertag und alle Geschäfte sind geschlossen. Das war meine letzte Chance einen Weihnachtsmann für meine Mutter zu finden. Morgen ist unser letzter Tag und den verbringen wir auf See. Schade das ich nicht gleich auf Tortola einen gekauft habe, denn wie ich hinterher auf der Aida erfahren habe gab es genau dort ganz tolle sogar schwarze.


14.12.06 - Seetag

heute genießen wir noch einmal die Sonne ganz ausführlich. Auf Deck 11 ganz vorn über der Brücke hat die Aida vita einen Wirlpool und Liegen mit Blick auf´s auf Meeres hier kann man es wunderbar aushalten. Hier vorn bekommen wir von der Animation am Pool nichts weiter mit und können richtig gut abschalten. Um 11 Uhr habe ich mich im Rossini zum Showkochen angemeldet, ich bin schon ganz gespannt vielleicht kann ich dem Chefkoch das Geheimnis seiner leckeren Schokoflocken entlocken. Das Geld war gut angelegt der chefkoch der Aida war sehr nett und konnte gut erklären und auch sehr wertvolle Tipps geben. Unser Menue bestand aus einem Safranrisotto mit Garnelen auf Lemonengras und Tomatennockel, als Dessert gab es eine Creme Brulet von weißer Schokolade. Das Rezept für die Schokoflocken konnte ich ihm auch nach langen Reden doch noch entlocken. Super ich freue mich schon darauf dieses Rezept zu hause auszuprobieren, nächste Woche ist Weihnachten eine gute Gelegenheit. Für den Rest des Tages werde ich mich auf meine Liege legen und den letzten Tag auf der Aida genießen. Stefan hat am Nachmittag ein Weinseminar ebenfalls im Rossini, als er wiederkommt war er sehr zufrieden.


15.12.06 - Abreise

Heute heißt es Abschied nehmen aber bevor es dazu kommt haben wir noch Zeit, da wir erst um 14:30 von der Aida abgeholt werden. Vor der Aida am Kreuzfahrtterminal können wir schon am Morgen unser Gepäck abgeben und einschecken, nachdem wir das erledigt haben muß Stefan dran glauben. Zu Fuß gehen wir in die nahe gelegenen Stadt La Romana um endlich einen Weihnachtsmann aus der Karibik zu finden. Im großen Einkaufzentrum werden wir auch fündig, diese wahren nicht besonders ausgefallen, aber Stefan war nicht gerade in der Stimmung sämtliche Geschäfte nach Weihnachtsmänner zu durchforschen. Wieder zurück auf der Aida genießen wir noch die letzten Sonnestunden am Pool bevor es auf den Weg zum Flughafen geht. Eine wunderschöne Reise geht zu Ende und ein großes Kompliment an Aida, denn auch auf dieser Kreuzfahrt hat alles bestens geklappt. Unser Gepäck finden wir auf dem Gepäckband in Düsseldorf wieder.