Samstag, 11.10.2008
Gran Canaria
Mit dem Bus starten wir pünktlich um 5:30 mit dem ersten Teil meiner Kunden von Velpke. Nachdem in Wolfsburg der Rest eingestiegen war, sind wir direkt auf die Autobahn zum Flughafen nach Hannover. Durch die frühe Uhrzeit sind wir sehr gut durchgekommen und waren bereits um 7:30 auf dem Flughafen. Das Einchecken ging zügig. Leider konnte man dies von der Abfertigung nicht sagen hier war man sehr gründlich, Schuhe ausziehen, Handgepäck ausräumen usw. Wir standen eindeutig in der falschen Schlange! Als wir endlich im Flugzeug saßen ging es auch gleich los. Eine halbe Stunde früher als geplant landeten wir auf Gran Canaria. Dort wurden wir gleich von der Reiseleitung der Aida in Empfang genommen. Mit dem Bus ging es direkt zur Aida Bella, die Fahrt dauerte nur 20 Minuten. Im Cruiseterminal warteten die Mitarbeiter von Aida schon auf uns und das Einchecken ging sehr schnell. Unsere Kabinen konnten wir gleich beziehen und die Koffer kamen auch sehr schnell. Meine Balkonkabine teilte ich mir mit meinen Kindern Tim(9), Lena(7) und meiner Freundin Michaela. Die Kinder schnappten sich gleich ihre Badesachen und ab in den Pool. Nachdem ich mit meinen Kunden eine private Schiffsführung über die Aida Bella gemacht hatte, genossen wir unser erstes Abendessen an Bord, im Weite Welt Restaurant. Um 20:00 legte die Aida Bella ab und startete Richtung Madeira.
Sonntag, 12.10.2008
Madeira
Nachdem wir uns am leckeren Frühstückbuffet gestärkt hatten mussten wir um 10:20 zur obligatorischen Seenotrettungsübung der Aida Bella. Um 12:00 hatte ich dann meine Kunden zu einem privaten Sektempfang eingeladen, dem auch der Hotelmanager und die Tourmanagerin beiwohnten, um uns einiges über ihre Arbeit an Bord der Aida Bella zu erzählen. Meine Kunden bekamen so einige Tipps und konnten auch Fragen stellen.
Um 13:00 legten wir auf Madeira an. Der portugiesische Archipel mit der Hauptinsel Madeira liegt im Atlantik- westlich von Marokko, nördlich von den kanarischen Inseln und genau 991 Kilometer südwestlich von Portugals Hauptstadt Lissabon. Porto Santo ist die einzige weitere Insel von Bedeutung, die restlichen wie nahen Ilhas Desertas (Wüsteninseln) und die noch abgelegeneren Ilhas Selvagens (Wilde Inseln) sind alle unbewohnt. Madeira ist 741 km² groß, 56 Kilometer lang, 23 Kilometer breit und wird von 280.000 Menschen bewohnt. Die Hauptstadt Funchal hat allein ca. 110.000 Einwohnern.
Da heute Sonntag war, hatten die Geschäfte fast alle geschlossen. Die Kinder hatten keine Lust von Bord zu gehen und wollten lieber den Pool auf der Aida genießen. Also bummelten Michaela und ich alleine durch die schmalen Gassen von Funchal. Diese Stadt ist sehr schön. Viele Sehenswürdigkeiten wie das Stadttheater, der historische Herrensitz, die Festung, das Parlamentsgebäude, das Museum über Weinanbau oder Kunst liegen sehr dicht beisammen und konnten sehr gut zu Fuß erkundet werden. Zurück bummelten wir noch durch den Casino Garten.
Montag 13.10.2008
Madeira
Heute wollten wir die Insel erkunden. Morgens nach dem Frühstück ging es gleich los. Wir gingen zu den Bushaltestellen an der Promenade. Dort fuhren wir mit der Linie 31 direkt bis zum Botanischen Garten. Dieser Garten ( Jardim Botanico) von 1960 besticht durch seine Lage oberhalb von Funchal und seine Vielfalt an Pflanzen und Blumen. Die wunderschönen Gartenanlagen liegen etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier oben hatten wir einen sehr schönen Blick auf die Aida Bella. Im alten Herrenhaus befindet sich außerdem das Museum für Naturgeschichte. Von dort aus sind wir dann mit der Seilbahn nach Monte hochgefahren. Trotz Michaelas Höhenangst ist sie eingestiegen und hat sich tapfer geschlagen. Etwas blass um die Nase ist sie dann in Monte glücklich ausgestiegen. Monte ist ein Vorort Funchals. Abgesehen von der Wallfahrtskirche „ Nossa Senohra do Monte“(die Jungfrau von Monte ist seit 1914 die Schutzheilige von Funchal) aus dem 18. Jahrhundert mit dem Grabmal des letzten österreichisch-ungarischen Kaisers Karl von Harbsburg und dem tropischen Garten des Monte Palastes (Jardim de Monto Palace) hat dieses Dorf eine weitere Besonderheit zu bieten. Hier beginnt die berühmte Schlittenfahrt mit dem Carro, einem Korbschlitten, der lange Zeit das wichtigste Verkehrsmittel auf der Insel war. Das Gefährt wird von zwei „Carreiros“ manövriert. Die doch sehr ungewöhnliche Art zu reisen, bleibt einem als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung. In jeden Schlitten können 2 Personen sitzen und das Tempo ist ganz schön schnell. Die Kinder hatten einen riesigen Spaß. Bei der Endstation war auch gleich die Bushaltestelle für den Bus nach Funchal. Der fuhr alle 15 Minuten.
Dienstag 14.10.2008
La Palma
Um 8:00 legte die Aida Bella in Santa Cruz de la Palma auf La Palma an.
La Palma, der vollständige Name lautet eigentlich San Miguel de La Palma, ist die nordwestlichste der sieben Kanarischen Inseln vor der Nordwestküste Afrikas. Die spanische Insel wird oft auch `La Isla Bonita` oder `La Isla Verde`- die wunderschöne oder grüne Insel- genannt. Das subtropische Klima mit ganzjährigen hohen Temperaturen und reichlich Regen sorgt für eine vielseitige und üppige Vegetation. Der Norden der Insel ist von tiefen Schluchten durchzogen; die Mitte wird von dem riesigen Krater des Caldera de Taburiente überragt. Die Berge in der Umgebung erreichen immerhin Höhen von bis zu 2426 Metern. Die südliche Region erinnert mit zahlreichen kleineren Kratern an den vulkanischen Ursprung der Insel. Santa Cruz de la Palma (meist nur Santa Cruz genannt) ist Hauptstadt, größter Hafen und mit ca. 20.000 Einwohnern (etwa einem Viertel der Inselbevölkerung) die zweitgrößte Stadt der Insel. Allgemein wird Santa Cruz als eine der schönsten kanarischen Städte angesehen. Massentourismus spielt hier noch keine allzu große Rolle und die trubligen Urlaubsziele auf Teneriffa erscheinen im Vergleich dazu wie eine andere Welt. Santa Cruz de La Palma wirkt nicht großstädtisch, doch das Flair dieser alten spanischen Kolonialstadt strömt noch immer durch die stattlichen Bürgerhäuser, Adelspaläste, lauschige Plazas und verträumte Winkel.
Heute wollen wir, zusammen mit einigen Kunden, zum Schnorcheln an den Strand Playa de los Cancajos, dieser liegt 7 Kilometer von der Aida Bella entfernt und ist sehr gut mit dem Taxi für ca. 8,- pro Strecke zu erreichen. Dieser Strand hatte schwarzen Sand und das Wasser war zwar kalt aber sehr klar ideal zum Schnorcheln. Hier genossen wir den ganzen Tag den Sonnenschein, das herrliche Meer und die bunte Unterwasserwelt. Als wir gegen Spätnachmittag wieder auf der Aida Bella waren, hatten wir doch sehr großen Hunger. Gut, dass die Pizzeria Mare fast den ganzen Tag geöffnet hat.
Mittwoch 15.10.2008
Lanzarote
Heute liegt die Aida Bella vor Lanzarote in Arrecife. Eine Insel die aus dem Rahmen fällt. So stellt man sich den Mond vor. Früher lebte Lanzarote von frischem Fisch, Tomaten und seinem besonders gutem Wein. Dann kam der Tourismus, der zum Glück von Anfang an im Einklang mit der Natur betrieben wurde. Lanzarote wurde 1994 von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt. Nicht nur die Landschaft fällt aus dem Rahmen. Heute locken auch Beigaben wie Ölfarben Aquarelle und Bildhauerei die Touristen an. Kulturelle Identität als Standortvorteil. Dem weltberühmten Künstler César Manrique sei Dank. Er sammelte die Werke von Picasso, Miro, Chillida und Klee und spendierte obendrein der Insel ein 15 Meter hohes Denkmal für die Bauern. Es besteht aus alten Wassertonnen. Die Bauern kratzten sich am Kopf und beschränkten sich weiter auf ihre bodenständigere Kunst zu leben. Aber die Werbeagenturen lieben den fotogenen Hintergrund. Ein bekannter deutscher Autohersteller zum Beispiel präsentierte seine Luxuswagen hier den Journalisten. Sei es wegen der schmückenden Kunst, oder weil edles Blech vor rostigen Tonnen besser aussieht?
Wir haben heute einen Ausflug zu den Feuerbergen gebucht. Wir starten also um 08:15 von der Aida Bella mit dem Bus Richtung Yaiza dort sollten wir eigentlich gleich den Kamelritt machen aber es war schon sehr voll. Also sind wir weiter durch die faszinierende Vulkanlandschaft gefahren. Der Timanfaya-Nationalpark ist eine menschenleere und fast unbewachsene Vulkanlandschaft. Auf den ersten Blick jedenfalls. In Wirklichkeit gedeihen hier rund 180 verschiedene Pflanzenarten, die sich ganz ohne störende Einflüsse von außen entwickeln konnten. Viele seltene Tierarten bewohnen diese ungastliche Mondlandschaft. Als ich so durch diese sagenhafte Landschaft fuhr hatte ich Respekt vor der Natur und dachte dass der Mensch dagegen doch sehr klein ist. Oben auf dem Vulkan angekommen, bekamen wir sehr beeindruckende Demonstrationen zu sehen. Denn erst hier wird uns so richtig bewusst, dass direkt unter uns, unter der Erdoberfläche der Vulkan noch aktiv ist. Das wird uns demonstriert indem Wasser in ein Erdloch gekippt wurde und nach 3 Sekunden dort eine Fontäne herausschoss. An der nächsten Station hatte uns ein Mann ein paar Steine aus dem Boden, spatentief unter der Erdoberfläche, in die Hand gegeben. Diese waren so heiß, dass viele sie gleich fallen ließen.
Es ist ratsam eine Jacke zu diesem Ausflug mitzunehmen, da der Wind auf dem Vulkan ziemlich frisch ist.
Auf dem Rückweg hielten wir dann bei den Kamelen an, die eigentlich Dromedare waren, und bekamen unseren 30 minütigen Kamelritt, die Kinder waren begeistert. Nach einem kurzen Stopp in der Weinkellerei ging es wieder zurück auf die Aida Bella.
An diesem Nachmittag ließen wir uns richtig verwöhnen. Den Kindern spendierte ich eine Massage für Kinder „Vanille Draem“ hierbei durften die Kinder sich ihre Creme selbst anmixen. Lena war sehr experimentierfreudig und mischte sich noch einige andere Duftöle hinzu, sie roch danach sehr exotisch. Tim blieb lieber beim reinen Vanilleduft. Die Kinder waren total begeistert. Ich gönnte mir in der Zeit eine Lomi-Lomi-Massage. Kann ich nur empfehlen.
Donnerstag 16.10.2008
Fuerteventura
Die Aida Bella legte bereits um 0:00 in Puerto del Rosario auf Fuerteventura an. In der Kleinstadt Puerto del Rosario leben etwas 18.000 Einwohner. Die Gemeinde besteht noch nicht einmal 200 Jahre, sie hat sich langsam aus kleinen Holzhütten und wenigen größeren Gebäuden entwickelt. Bedingt durch den natürlichen Hafen wurde die Ansiedlung größer und größer bekam schließlich eine eigene Verwaltung. Im Jahr 1860 wurde sie zur Hauptstadt Fuerteventuras erklärt. Der Passatwind schliff auch im Hinterland die sandfarbenen Hügel ab und ist für die Wirtschaft der Insel unerlässlich, denn mit ihm betreiben die Einwohner ihre Windmühlen. Das Schönste an der Insel sind zweifellos die weiten Strände. Kilometerlang und vom feinsten weißen Sand locken sie vor allem Windsurfer zum Spiel mit den Wellen.
Aber nicht nur die Wellenreiter werden dadurch angelockt, auch wir, denn heute möchten wir einen richtig schönen Strandtag genießen. Wir sind zu Fuß von der Aida ca. 10 Minuten bis zum Busbahnhof gelaufen, dort fuhr alle halbe Stunde die Linie 6 direkt zum Strand. Hin und zurück für € 5,80. Von der Aida Bella wurde der Ausflug zu diesem Strand für pro Person 22,- angeboten. Der Strand war ein Traum und das Meer hatte dieses herrliche türkisfarbene Wasser. Hier genossen wir den ganzen Tag bei Sonnenschein. Die Kinder waren von den Wellen total begeistert. Als wir um 16:00 wieder mit dem Bus zurück wollten, staunten wir nicht schlecht, es stand bereits eine lange Schlange an der Bushaltestelle. Uns war gleich klar dass nicht alle in einen Bus passen können. Aber das war nicht schlimm denn der nächste kam ja in einer halben Stunde. Da die Hälfte im Bus Aida Gäste waren, hat uns der Busfahrer netterweise direkt bis vor die Aida Bella gefahren.
Am Abend hatte ich mich mit einigen Kunden dem Hotelmanager und einem Offizier im Buffalo Steak House verabredet. Es wurde ein sehr netter Abend mit super leckerem Essen.
Hier noch einmal einen herzlichen Dank an den Hotelmanager der Aida Bella.
Freitag 17.10.2008
Teneriffa
Die Aida Bella legte um 08:00 in Santa Cruz auf Teneriffa an. Die Insel ist mit 2057Km² die größte und wichtigste Kanarische Insel im Atlantischen Ozean vor der Westküste Afrikas. Sie ist eine Insel der Kontraste mit quirligen Touristenzentren und abgelegenen Dörfern, sonnen- durchfluteten Badestränden und schneebedeckten Bergen. Das herausragende Merkmal der Insel ist der Pico de Teide. Mit einer Höhe von 3.718 Metern ist der Berg fast 100 Meter höher als die Zugspitze. Teneriffa ist besonders bei den Deutschen und Britten zu jeder Jahreszeit als Urlaubsziel beliebt.
An diesem Tag habe ich den Kindern versprochen zum Loro Parque nach Puerto de la Cruz zu fahren. Der Loro Parque ist ein Tierpark der besonderen Klasse. Er leistet Pionierarbeit in der Erlebnis-Pädagogik und Weltrekorde bei der Nachzucht und dem Schutz akut bedrohter Tierarten. Er wurde von der UNESCO und der kanarischen Regierung zum nachahmenswerten Vorbild für alle Zoos der Welt auserwählt.
Gleich nach dem Frühstück starteten wir unseren Ausflug. Vor der Aida standen bereits die Taxen. Wir hatten Glück und bekamen einen älteren sehr netten Taxifahrer, der ein paar Jahre in Kassel gelebt hatte. Wir handelten mit ihm € 100 für den ganzen Tag aus.
Der Taxifahrer war ganz glücklich dass er mal wieder deutsch reden konnte und erklärte uns die ganze Insel. Es war sehr interessant. Er erzählte uns auch, dass der Besitzer vom Loro Parque ein Deutscher ist, der sehr viel gutes für die Einheimischen macht. Und deshalb auf der Insel sehr beliebt ist. Die halbe Stunde nach Puerto de la Cruz verging wie im Flug. Der Loro Parque war eine „Weltreise“ durch die einzigartige Welt der Tiere und der Naturlandschaften. Ob Papageien, Gorillas, Tiger, Alligatoren, Haifische oder auch die winzigen Kumpels von Clownfisch „Nemo“ hier konnte man den Tieren auf gleicher Augenhöhe begegnen wie in ihrer natürlichen Heimat. Ob dreidimensional, in der Luft, auf der Erde und vor allem unter Wasser. Die Alligatoren ruhen auf ihrem Sand mit „Fußbodenheizung“ bei 28C und die Pinguine spielen in antarktischer Kälte auf 12 Tonnen Eis und Neuschnee. Besonders toll waren die verschiedenen Tiershows der Seelöwen, Orcas und vor allem die Delfin Show, denn hier hatte Lena ein ganz besonderes Erlebnis. Sie wurde von einer Mitarbeiterin des Parks aus dem Publikum geholt. Zuerst war sie etwas verunsichert da die Frau nur spanisch mit ihr sprach. Es wurde ihr eine Schwimmweste angezogen und Lena wurde in ein Boot gesetzt, dass von 2 Delfinen gezogen wurde. Ein Delfin schwamm hinter dem Boot her. Zum Schluss durfte Lena die Delfine noch streicheln. Sie war restlos glücklich!!
Samstag. 18.10.2008
Gran Canaria
Heute ist der letzte Tag auf der Aida Bella. Da unser Flug erst um 18:00 ging konnten wir entweder noch einen Halbtagesausflug machen oder auf der Aida bleiben. Wir entschieden uns für die Aida. Die Kinder wollten noch im Pool baden und wir waren auch ganz froh den Urlaub gemütlich ausklingen zu lassen und die Sonne zu genießen. Dann der Abschied, um 15:45 fuhr unser Transfer zum Flughafen. Ein letzter Blick zurück und dann ging es Richtung Heimat. Ein schöner Urlaub ging zu Ende.
Geschrieben von
Silvia Kusch
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