Reisebericht

Gruppenreise „Donauzauber“ mit der MS Rousse vom 04.05. – 09.05.2006

Donnerstag, 4. Mai 2006

Schon sehr früh mussten unsere Gäste aufstehen, denn um 4.45 Uhr war der erste Einstieg in den von uns gecharterten Bus der Firma Müller ab Danndorf (Bushof). Um 5.00 Uhr holten wir Gäste vom Aldi-Parkplatz Velpke und um 5.20 Uhr vom Theaterparkplatz in Wolfsburg ab. Alle 34 Passagiere waren an Bord des Busses und die Reise in Richtung Passau, die Frau Eisenbeiß-Kusch und ich begleiteten, konnte los gehen.

Frau Eisenbeiß-Kusch begrüßte alle Gäste – auch im Namen des Busfahrers Christian und in meinem Namen - an Bord des neuen und sehr bequemen Reisebusses der Firma Müller aus Danndorf.

Wichtige organisatorische Dinge zum Ablauf der Anreise bis Passau und zum bevorstehenden Einchecken an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes, der MS Rousse, wurden durch Frau Eisenbeiß-Kusch bekannt gegeben.

Die Busfahrt verlief reibungslos und ohne Staus. Am Anleger der MS Rousse in Passau waren wir ca. 14.00 Uhr. Schon von der kurzen Fahrt durch die Stadt Passau waren die Gäste angetan. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass Passau eine Reise wert ist. Sie hat eine sehr schöne Lage und einen beeindruckenden alten Stadtkern.

Unser Kreuzfahrtschiff, die MS Rousse, war in Sicht. „Ein schönes Schiff.“, kamen die ersten Stimmen aus den Reihen unserer Gäste.

14.30 Uhr: Das Einschiffen ging los. Jeder hatte seinen Koffer identifiziert, der bereits mit einem Anhänger versehen war, auf dem die Kabinen-Nummer stand. Die freundlichen Matrosen brachten die Gepäckstücke in die jeweiligen Kabinen.

Während dieser Zeit wurden alle Gäste traditionell mit Brot uns Salz sowie bulgarischen Akkordeonklängen beim Betreten der MS Rousse begrüßt.

An der Rezeption des Kreuzfahrtschiffes mussten die Reisepässe oder Personalausweise gegen die Kabinenschlüssel „getauscht“ werden. Bei einem netten Stewart buchten all unsere Gäste einen festen Tisch im Restaurant, an dem sie während der gesamten Tage gemütlich ihre Mahlzeiten einnehmen konnten. Frau Eisenbeiß-Kusch sorgte dafür, dass unsere Gruppe zusammenhängende Tische im Restaurant bekam.

Nun konnten wir endlich in unsere Kabinen der MS Rousse.

Ich war angenehm überrascht. Die Kabinen sind klein (ca. 10 qm), einfach eingerichtet, aber alle haben einen Fernseher, eine Nasszelle mit Toilette und Dusche – alles sehr sauber.

16.00 Uhr: Das Kreuzfahrtschiff MS Rousse legt ab. An Deck bei einer frischen Briese, die uns um die Nase wehte, konnten wir das Auslaufen aus Passau bei herrlichem Sonnenschein genießen.

16.30 Uhr: Seenotrettungsübung – Pflichtveranstaltung auf jedem Kreuzfahrtschiff!

Nach dieser Rettungsübung bekamen wir Infos durch unsere Bordreiseleiterin Mieke zum Schiff und für die Landausflüge, welche man bis 19.00 Uhr an der Rezeption buchen konnte.

Die MS Ruosse reist unter bulgarischer Flagge und ist nach der bulgarischen Stadt Rousse (gesprochen, wie geschrieben) benannt. An Bord sind 65 bulgarische Frauen und Männer als Besatzung für 201 Passagiere verantwortlich. Nur die Bordreiseleiterin Mieke ist eine Holländerin. Sie erklärte uns viele Dinge zur Strecke und dass wir bis Budapest 9 Schleusen passieren.

Imposante Bauwerke, die das Schleusen der Schiffe zum Erlebnis werden lassen.

Anschließend hatten alle ein wenig Zeit, auszupacken, sich frisch zu machen, umzuziehen oder einfach nur die ruhige Fahrt an Deck zu genießen.

18.00 Uhr: Treffpunkt Rezeption für unsere Gruppe. Frau Eisenbeiß-Kusch hatte mit dem Hotelmanager nur für uns eine Schiffsbesichtigung organisiert.

19.00 Uhr: Begrüßungscocktail mit Kapitän Svetoslav Filev und seine Offiziere. Dessi, die Bordanimateurin, übersetzte die Begrüßung.

19.30 Uhr: Das erste Abendessen (5 Gänge) an Bord der MS Rousse. Alle Gäste waren sehr angenehm überrascht. Das Essen war lecker.

21.00 Uhr: Vorstellung des Unterhaltungsteams an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes. Wer mochte, konnte nach der Musik der „Tempo-Band“ das Tanzbein schwingen, oder einfach nur einen Drink in der Bar zum Ausklang des ersten Tages genießen.

23.00 Uhr: Mitternachtssnack. Diesen verpasste ich leider, denn ich war viel zu müde und ging schlafen.

Freitag, 5. Mai 2006

In der Nacht passierten wir einige Schleusen.

Mit leichter Musik aus dem Bordradio wurde ich um 7.15 Uhr geweckt.

7.30 – 7.50 Uhr war Frühsport mit Dessi angesagt. Das wurde während der gesamten Tage an Bord unser morgentliches Ritual (Frau Eisenbeiß-Kusch, einige Damen unserer Gruppe und ich). Danach duschen, umziehen und ab an das leckere Frühstücksbuffet. Übrigens: die einzige Mahlzeit am Tag, in Form von Buffet. Mittags und abends gab es ein 5-Gänge-Menü, von sehr netten Kellnern am Tisch serviert.

Jedoch setzten wir uns nicht an den Frühstückstisch, ohne unsere Gäste zu begrüßen. Jeden Morgen und jeden Abend gingen Frau Eisenbeiß-Kusch und ich von Tisch zu Tisch, um unsere Gäste zu begrüßen, nach Wünschen zu fragen und einen guten Appetit auszusprechen.

Gegen 10.00 Uhr legten wir in der schönen Stadt Wien an.

Da wir die Stadt schon kennen, machten wir uns zu Fuß und per U-Bahn mit einigen Gästen unserer Gruppe auf den Weg in die Wiener Innenstadt. Für nur 5 € kann man ein U-Bahn-Ticket für den ganzen Tag erwerben und so oft fahren, wie man möchte.

Zum Mittagessen ging es wieder zurück auf die MS Rousse. Nach dem Genuss des leckeren Essens an Bord, machten wir uns wieder auf den Weg in die Innenstadt zum Schoppen. Frau Dähre aus unserer Gruppe hatte an diesem Tag Geburtstag und wir wollten Sie am Abend mit einem Präsent überraschen.

14.00 Uhr: Die Stadtrundfahrt (24,-- € pro Person) begann für die Gäste, die diese gebucht hatten. Sie dauerte ca. 3,5 Stunden und wurde als sehr gut und informativ eingeschätzt.

Die Stadt muss man gesehen haben, mit ihren vielen Prachtbauten und dem historischen, sehr schönen Stadtkern.

Frau Eisenbeiß-Kusch und ich konnten nach einigen Stunden nicht mehr laufen. Wir fuhren mit der U-Bahn zurück. Nach ca. 5 Minuten Fußweg waren wir wieder an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes, der MS Rousse. Wir relaxten den Rest des Nachmittags auf dem Sonnendeck.

Ich lieh mir an der Rezeption einen Bademantel (1,-- € am Tag) und begab mich an den Pool.

Wasser testen war für mich angesagt. Herrlich, 24 °C Wassertemperatur – und ich hatte den Pool ganz für mich allein, denn die meisten Gäste waren noch in Wien unterwegs.

18.00 Uhr: letzter Einschiffungstermin für alle Gäste.

Wir hatten uns um diese Zeit mit unserer Gruppe in der Bar verabredet zum Sektempfang (organisiert von Frau Eisenbeiß-Kusch), denn wir wollten mit unseren Gästen auf die schöne Kreuzfahrt anstoßen. Währenddessen verteilten wir einige kleine Präsente aus unserem Reisebüro an unsere Kunden. Nun überraschten wir Frau Dähre mit einem großen schönen Blumenstrauß anlässlich ihres Geburtstages. Zum Abendessen bekam sie dann noch eine Torte mit Kerzen von der Crew der MS Rousse.

Jeden Abend um 18.30 Uhr war Cocktailstunde in der Bar mit musikalischer Begleitung durch den Pianisten Akos.

19.00 Uhr: Wieder leckeres Abendessen im Restaurant.

Zum Mittag- und Abendessen gab es eine Speisekarte jeweils mit 5 Gängen. Bei der Suppe und Hauptmahlzeit konnte man zwischen zwei Gerichten wählen.

Die Zwischenmahlzeiten waren klein. … ausgerechnet auch dann, wenn es Nudeln gab, aber kein Problem, unser netter Kellner Nicki brachte uns dann eben mal eine doppelte Portion.

Das tat er jedes Mal, wenn es Nudeln gab, sehr zur Belustigung unserer Gäste.

21.15 Uhr: Bulgarische Weinprobe im Restaurant unseres Kreuzfahrtschiffes, der MS Rousse.

Dessi testete mit den Gästen 5 verschiedene bulgarische Weine und ein kleines Folkloreprogramm rundete den Abend ab (Extrakosten: 6,50 €).

Danach spielte wieder unsere Tempo Band in der Bar.

An diesem Abend ließ ich mir um 23.00 Uhr den Mitternachtssnack nicht entgehen. Hmmm… lecker, wie alles andere auch.

24.00 Uhr erreichten wir die größte Schleuse Gabchikovi. Hier wurden wir um 20 m gesenkt.

Fast alle Gäste (auch ich) schliefen da schon.

Sonnabend, 6. Mai 2006

7.15 Uhr: Wecken durch sanfte Musik

7.30 Uhr: Frühsport mit Dessi, danach gab es Frühstück und man konnte die beeindruckende Einfahrt nach Budapest genießen.

9.30 Uhr begann unsere Stadtrundfahrt in Budapest (in den Reiseleistungen als Gruppenbonus von unserem Büro enthalten, sonst kostet der Ausflug 23,-- € pro Person).

Die Stadtrundfahrt war sehr interessant. Wir besuchten die Fischerbastei, von der man einen herrlichen Blick über die Donau zum Parlament hat und auf viele andere markante Punkte

der Stadt blicken kann. In Budapest gibt es viel zu entdecken, vor allem der schöne alte Stadtkern.

Die Geschichte von Buda und Pest ist etwas für Geschichtsinteressierte, aber die Zeit von 3 Stunden ist viel zu kurz, um die Schönheiten Budapests kennen zu lernen.

Wieder an der MS Rousse angekommen, zeigte uns unsere Stadtführerin noch schnell die größte Markthalle Europas vom Weiten, die nur 5 Gehminuten von der Anlegestelle unseres Kreuzfahrtschiffes entfernt war. Aber „leider“ war es Sonnabend und die Halle hatte nur bis 14 Uhr geöffnet. Uns blieb gerade eine halbe Stunde Zeit, dieses gigantische Objekt zu besichtigen und noch etwas für zu Hause einzukaufen. Beliebte Mitbringsel aus Ungarn

sind bestickte Decken, bemaltes Keramik, Rosenöl (Parfüm) in einem hübsch bemalten Holzfläschchen, ungarischer Marillenschnaps und die typische ungarische Salami mit ihrem markant herzhaften Geschmack.

Wir mussten uns beeilen, denn das leckere Mittagessen an Bord unserer MS Rousse wollte sich niemand entgehen lassen.

16.00 Uhr fand ein ungarisches Walzer- und Operettenkonzert auf unserem Kreuzfahrtschiff in der Bar statt. Sehr zur Freude der Liebhaber dieser Musik und sehr sehenswert.

18.00 Uhr letzter Einschiffungstermin für Gäste, die noch in Budapest auf eigene Faust unterwegs waren.

19.00 Uhr: Cocktailstunde und anschließend Abendessen

21.00 Uhr: Große Tombola und Quiz in der Panorama-Bar unseres Schiffes der MS Rousse.

Lose konnte man im Bordshop für 2,-- € das Stück kaufen, dafür gab es auch sehr schöne Preise zu gewinnen.

Beim Quiz rund um das Kreuzfahrtschiff und die Route gehörte ich zu den 10 Gästen an Bord, die alles richtig hatten, aber die große Flasche Sekt gewann ein anderer Gast unserer Gruppe.

Danach hieß es wieder: Tanzbein schwingen zur Musik der Tempo Band.

Den Mitternachtssnack um 23.00 Uhr ließ ich ausfallen.

Sonntag, 7. Mai 2006

7.15 Uhr: Wecken mit leichter Musik.

7.30 Uhr: Frühsport mit Dessi. Wir waren wieder dabei, zur Beruhigung unseres „schlechten Gewissens“, weil das Essen so gut ist.

Anschließend genossen wir das leckere Frühstück

Ab 9.00 Uhr wurde halbstündlich in kleineren Gruppen von 15 Personen eine Maschinenraumbesichtigung angeboten. Ich war in der Gruppe um 10.00 Uhr. Dessi übersetzte, was der Maschinist uns zeigte und erklärte. Super interessant, warm, eng aber man muss das gesehen haben. Viele Knöpfe, Schalter, Hebel und vieles mehr konnten wir in der Zentrale bestaunen, dass da noch einer Durchblick hat…?

Gäste, die nicht an der Maschinenraumbesichtigung teilnahmen, konnten sich beim Frühschoppen in der Bar erholen und Leckereien genießen. Auf dem Sonnendeck – wie von der Crew geplant - war dies nicht möglich, denn das Wetter war etwas diesig und windig.

Wir durchfahren den größten und breitesten Kanal, parallel zur Donau, Richtung Bratislava.

In Bratislava kamen wir gegen 13 Uhr an. Die Behörden mussten erst das Schiff freigeben, bevor die Gäste, die die Stadtführung gebucht hatten, an Land durften.

Wieder einmal hatte Frau Eisenbeiß-Kusch für unsere Reisegruppe etwas Besonderes organisiert: eine Fahrt mit dem „Bähnle“ durch die wunderschöne Innenstadt Bratislavas für nur 10,-- € pro Person.. Enge Gassen, Straßen und ein herrlicher alter Stadtkern begeisterte unsere Gäste. Wir waren alle fasziniert von dieser super sauberen und gut erhaltenen Stadt mit ihren vielen Kaffees und Grünanlagen.

Neidvoll blickten die Gäste der anderen Reisegruppen, die auf unserem Kreuzfahrtschiff waren, auf die kleinen Bahnen, die extra für uns vor dem Anleger hielten.

Gern wären noch andere Gäste mitgekommen, aber die Bähnchen waren nur für uns reserviert. Die anderen Passagiere unserer MS Rousse mussten (wenn für 21,-- € pro Person gebucht) mit dem Bus fahren und die Innenstadt zu Fuß erkunden, denn diese ist völlig verkehrsfrei.

Wir saßen bequem in den kleinen Bähnchen und bekamen per Bandansage alles in deutscher Sprache erklärt. Ein tolles Erlebnis und wir ernteten von all unseren Gästen ein großes Lob.

16.15 Uhr: letzter Einschiffungstermin

17 – 19.00 Uhr hatten wir alle Gäste unserer Gruppe, die Lust hatten, zu einem Skat- und Kniffelturnier eingeladen. 5 Tische konnten wir dafür in der Bar reservieren und auch besetzen.

Wieder zogen wir die Blicke anderer Gäste auf uns. Unsere Gruppe war bereits in aller Munde. Manch einer sprach uns an, ob wir so etwas öfter machen und wie man eine Reise mit unserem Büro buchen kann. Eine gute Gelegenheit für uns Werbung zu machen und auch ein paar Visitenkarten zu verteilen.

19.00 Uhr: Piratenabendessen. Die Gäste sollten sich (wenn möglich) verkleiden. Ich bestellte an der Rezeption am Vormittag zwei Augenklappen und konnte diese kurz vor dem Essen abholen.

Alles war geheimnisvoll, dann gingen die Türen vom Restaurant auf und wir dachten, unsere MS Rousse wurde von Piraten geentert. Na ja, alles sah danach aus: Stühle waren umgeworfen, Bestecke auf den Tischen lagen völlig durcheinander, Gläser waren umgekippt, alles war dunkel und nur mit Kerzen beleuchtet. Dann kamen die Piraten (unsere Köche und Kellner) und brachten alles, was die Gäste schon gerichtet hatten, wieder durcheinander.

Das Essen wurde gebracht, aber wie: Es wurde den Gästen fast entgegen geworfen und dabei wurde laut zum „Essen !!!!“ aufgefordert. Ein Kellner brachte einen menschlichen Fuß (aus Gummi, sah aber sehr echt aus) auf einem Tablett und erschreckte damit die Gäste.

Es herrschte den ganzen Abend ein „rauer Umgangston“ im Restaurant, aber es war alles witzig gemacht und jeder hatte seinen Spaß.

21.15 Uhr erwartete uns eine „Wahl der Lady Rousse“. Die Damen machten sich fein, denn keiner wusste, was das werden soll. Dessi forderte 3 freiwillige Herren (wieder unsere Gruppe) auf, 3 Damen aus dem Publikum zu holen. Frau Eisenbeiß-Kusch, eine Schweizerin und ich mussten wieder herhalten. Spiele wie, den Herren die Haare mit „hübschen“ Dingen zu verschönern, zu steilen und der kreativen Frisur einen Namen zu geben, anschließend mußten wir Damen uns umziehen. Jede von uns bekam ein mehr oder weniger schönes Kleid und dann „durften“ wir einen Tanz nach der Musik unserer Tempo-Band aufführen. Von den Gästen musste das Herkunftsland erraten werden. Danach durften wir die 3 Herren in Toilettenpapier hüllen und der Statue einen Namen geben. In einer Kussrunde (30 Sekunden) mussten wir nacheinander so viele Männer im Saal küssen, wie möglich und zu guter Letzt noch eine geleierte Arie in pantomimischer Form nachsingen und spielen.

Na ja, uns war alles ein wenig peinlich, aber die Gäste hatten viel zu lachen. Sie durften dann auch abstimmen, wer die Lady Rousse wird. Zum Glück keine von uns, sondern die Schweizerin. Nach einem riesigen Applaus aller Anwesenden, konnten wir uns endlich wieder ordentlich herrichten. Tanzrunden mit der Tempo-Band und um 23.00 Uhr der Mitternachtssnack beendeten den erlebnisreichen Tag an Bord unserer MS Rousse.

Montag, 8. Mai 2006

7.00 Uhr: Wecken mit der Bordmusik.

7.30 Uhr: Frühsport mit Dessi. Wir schwenzten, da bereits 8.15 Uhr unser Ausflug in die wunderschöne Wachau (36,-- € pro Person) begann und wir vorher noch in Ruhe das Frühstück genießen wollten.

Wir legten in Weißenkirchen an und fuhren mit einem Bus zum Stift Melk. Ein riesiges Objekt, 900 Jahre alt, mit einer schönen Kirche, einer tollen Bibliothek, schönen Ausstellungsräumen und vielem mehr. Im Stift Melk befindet sich ein noch aktives Mönchskloster (30 Mönche). Ein Gymnasium, in dem über 500 Schüler der Region unterrichtet werden, ist in einem anderen Flügel des Stiftes untergebracht.

Der Blick vom Balkon des Stiftes ist herrlich. Wir hatten schönes Wetter und dadurch eine super Sicht entlang der Donau. Die deutschsprachige Führung war sehr interessant und informativ.

Auf der Rückfahrt zum Schiff schauten wir uns das keine schöne Örtchen Dürnstein an und in Weißenkirchen besuchten wir den Weinkeller im „Teisenhofer Hof“ und verkosteten den Wein aus der Wachau, den man auch kaufen konnte.

Anschließend gingen wir zu Fuß zurück zur MS Rousse, denn das Mittagessen wartete auf uns.

15.00 Uhr: letzter Einschiffungstermin.

Wir genossen bei herrlichstem Sonnenschein die Abfahrt in Richtung Passau. Auf dem Sonnendeck konnten alle Gäste die Schönheit der Wachau betrachten, einfach traumhaft.

Übrigens: Kein Passagier muss stehen, genügend Liegen und Stühle laden auf dem Sonnendeck der MS Rousse zum Verweilen ein und selbst dort wird man auf Wunsch von den netten Kellnern mit Getränken versorgt.

16.45 Uhr: Videostunde in der Panorama-Bar.

Ein Kameramann begleitete uns während der ganzen Tour und bot den Gästen das Video oder eine DVD zum Kauf an.

Einige unserer Damen ließen sich beim Friseur schick machen, denn ein Kapitänsdinner war für den Abend angesagt.

19.00 Uhr: Abschiedscocktail mit dem Kapitän und seiner Besatzung.

Viele unserer Gäste kamen sehr festlich und elegant gekleidet. Ein Dinner, wie auf dem „Traumschiff“, dass wir aus dem Fernsehen kennen. Unsere Kellner brachten uns al Dessert flambiertes Eis und auch der Chefkoch und seine Crew zeigte sich den Gästen.

Anschließend konnte in der Panorama-Bar wieder getanzt werden, vorher jedoch überraschte uns das Personal. Sie zeigten uns, wie eine bulgarische Hochzeit gefeiert wird. Eine schöne Show.

Bei Zeiten gingen viele Gäste in ihre Kabine, Koffer packen und schlafen.

Eine Flasche Wein aus der Wachau stand in jeder Kabine als Abschiedsgeschenk.

Dienstag, 9. Mai 2006 (mein Geburtstag)

7.00 Uhr: Ein letztes Mal Wecken mit sanfter Musik an Bord der MS Rousse.

7.00 – 8.30 Uhr Frühstücksbuffet

Im Restaurant eine Überraschung: ein schön gedeckter Tisch mit einer Geburtstagsüberraschung von meiner Chefin Frau Eisenbeiß-Kusch und von der Crew eine Torte. Viele Glückwünsche der Gäste folgten.

9.00 Uhr: Ankunft in Passau.

Vor dem Ausschiffen konnte man an der Rezeption das bestellte Video oder die DVD der Reise an der Rezeption abholen.

Die Kabinenschlüssel wurden gegen unser Pässe getauscht und nach dem Anlegen konnten wir von Bord gehen. Die Matrosen brachten unsere Koffer vom Schiff.

Unser Bus der Firma Müller aus Danndorf war schon vorgefahren und nachdem wir alle unsere Koffer identifiziert hatten, konnten diese verladen werden.

Noch schnell ein Gruppenfoto vor dem Schiff gemacht und die Heimreise konnte angetreten werden.

Sicher und ohne Staus kamen wir am Abend in unseren Zustiegsorten wieder an.

Eine tolle Gruppenreise mit einer super tollen Gruppe ging zu Ende.

Mein persönliches Fazit der Reise:

Wunderschöne Städte und Landschaften haben wir in der Zeit vom 4. – 9. Mai 2006 gesehen. Herrlichstes Wetter hat uns während der gesamten Reise begleitet.

Die MS Rousse mit seiner tollen Crew – echt empfehlenswert. Das Personal ist sehr aufmerksam und fast jeder Wunsch wird erfüllt.

Die Kabinen sind klein, einfach, aber sauber und mit allem ausgestattet, was man benötigt.

Auf der MS Rousse werden vielen Freizeitmöglichkeiten angeboten: Ein großes Schachspiel und ein beheizter Pool befinden auf dem Sonnendeck, auch seine Runden kann man dort laufen. Frühsport mit Dessi zum munter werden. Friseur, Maniküre, Massage, Arzt an Bord (nicht auf jedem Flusskeuzfahrtschiff üblich), Bibliothek, Piano-Bar, Restaurant und Panorama-Bar, alles vorhanden und gemütlich eingerichtet.

Gute Shows und Spiele.

Getränkekosten sind ähnlich unserer Gaststättenpreise.

Ausflüge super organisiert, mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Sehr gutes Essen.

Vielen Dank an die Crew der MS Rousse für die tolle Betreuung und Versorgung an Bord und vielen Dank auch an meine Chefin, Frau Eisenbeiß-Kusch, dass ich an dieser Reise als Reisebegleiter teilnehmen durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war bestimmt nicht meine letzte Tour auf dem Kreuzfahrtschiff „MS Rousse“.

Monika Gille